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Nach SanierungWieder freie Sicht auf den Turm der Kulturkirche in Nippes

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Ein Kirchengebäude ist zu sehen.

Die blaue Plane ist Geschichte: Der sanierte Turm der Lutherkirche ist wieder unverhüllt zu sehen.

Knapp zwei Jahre war die Turmspitze der Lutherkirche in eine blaue Plane gehüllt. Nun ist die Sanierung geschafft, das Gerüst abgebaut. 

Die blaue Verhüllung ist weg: Seit kurzer Zeit ist der Kirchturm der evangelischen Lutherkirche an der Siebachstraße 85 wieder unverhüllt zu sehen. Zwei Jahre versteckte die Plane die Turmspitze, jetzt wurde sie entfernt. Und auch das Gerüst, das den unteren Bereich des Turms umgab, wurde demontiert. 

Die Turmspitze ist nun mit einer Schutzschicht aus Corten-Stahl versehen, die im Laufe der Zeit durch den Oxidationsprozess etwa die Farbe der Ziegel der beim Kirchenbau verwendeten Backsteine annehmen wird. Zugleich schützt die Schicht die Turmspitze davor, dass Feuchtigkeit ins Innere gelangt. Schadhafte Stellen im Bauwerk werden bei der Restaurierung direkt mit ausgebessert.

2027 startet Sanierung des Kirchenschiffs

Für die umfangreichen Sanierungsarbeiten war die Lutherkirche, die durch ihr Veranstaltungsprogramm „Kulturkirche Köln“ überregional bekannt ist, seit Juli 2024 eingerüstet und kurz danach mit der blauen Plane überzogen worden. Es ist die vierte Sanierung in der Geschichte des 1889 erbauten Gotteshauses. Der Zeitplan für die Turmsanierung, die stark wetterabhängig war, konnte im Wesentlichen eingehalten werden. 

Nach dem Abschluss der Turmsanierung stehen nun die Arbeiten am Kirchenschiff im Vordergrund. „Das muss nach gründlicher Planung im Jahr 2027 geschehen und wird vermutlich noch einmal so viel kosten wie die Turmsanierung“, so Gemeindepfarrer Thomas Diederichs. Bei der Finanzierung des Großvorhabens greifen der Gemeinde unter anderem der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung Kiba), der Bund und das Land NRW unter die Arme; dennoch verbleibt ein nicht unwesentlicher Eigenanteil bei der Gemeinde. Trotz der Bauarbeiten wird die Kirche durchgängig in Betrieb bleiben – sowohl für Gottesdienste, Gemeindeveranstaltungen und Kultur-Events als auch für Konzerte und Lesungen.