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Idee aus Österreich-UrlaubWeidenpescher Tennisclub baut ganzjährig bespielbaren Sandplatz –  Erster des Herstellers in Köln

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Vorstandsmitglied und Platzwart Horst Waffenschmidt ist hochzufrieden mit den neuen Sandplätzen.

Vorstandsmitglied und Platzwart Horst Waffenschmidt ist hochzufrieden mit den neuen Sandplätzen.

Beim KTC Weidenpescher Park nimmt die Freiluft-Saison kein Ende mehr: Seine neuen Tennisplätze stehen, anders als konventionelle Anlagen, das ganze Jahr zur Verfügung.

Es sei wahrscheinlich eine der weitreichendsten Entscheidungen in der mehr als 100-jährigen Vereinsgeschichte gewesen, blickt Vorstandsmitglied sowie Haus- und Platzwart Horst Waffenschmidt zurück: Die neuen Ganzjahres-Sandplätze des KTC Weidenpescher Park. Mal abgesehen vom Kauf der Anlage und dem Bau der Tennishalle in den 1980er und 1990er Jahren. Seit Ende vergangenen Jahres bietet die Clubanlage an der Rennbahnstraße 56 nun auch ein Spielvergnügen im Prinzip ohne Saisongrenzen. Sechs der sieben Außenplätze sind bereits umgerüstet, hinzu kommen drei Spielfelder in der Halle.

Weil die neuen Plätze im Frühjahr nicht mehr vom Platzbauer instandgesetzt, und im Herbst in den „Winterschlaf“ versetzt werden müssen, stehen sie das ganze Jahr zur Verfügung – nur noch limitiert durch die Witterung, etwa Niederschlag oder extreme Kälte. „Die ersten Plätze wurden Mitte Dezember fertig umgebaut, an den milden Tagen vor Weihnachten spielten bereits die ersten Mitglieder darauf“, erinnert Waffenschmidt sich. „Und Ende Februar bis Anfang März, bei dem vorfrühlingshaft-warmen Wetter, war es hier richtig voll.“

Zweimal jährliche Platzbauer-Arbeiten fallen weg

Für seine neuen Plätze hat der Verein auf das Modell „Tennis Force Eco“ der Firma Sportas aus Essen gesetzt. Sie bestehen aus einem Kunststoff-Untergrund, mit einer klassischen rötlichen Ziegelmehlschicht darüber. „Ich hatte im Urlaub in Österreich gespielt, wo es einen solchen Platz schon gab“, erinnert sich Waffenschmidt. „Dann habe ich recherchiert und gedacht: Das ist genau das Richtige für unseren Verein.“ Hinzu kam, dass die alle 20 bis 25 Jahre fällige Generalsanierung der Tennisplätze ohnehin anstand.

Nach einer zweieinhalbjährigen Planungs- und Vorbereitungsphase rollten Ende Oktober die Bagger an; die Arbeiten selbst dauerten nur ein paar Wochen. Die Umbauarbeiten hat der Club komplett aus eigenen Mitteln finanziert. „Bei normalen Plätzen dauert es bis Anfang April, bis man wieder spielen kann, weil die Plätze wieder durch den Platzbauer hergerichtet werden müssen, denn der Untergrund bricht bei Frost auf. Das haben wir beim neuen Belag nicht mehr“, erläutert das Vorstandsmitglied. Zudem überzeugten die neuen Plätze durch exakt gerade Linien und ein viel ruhigeres, gleichmäßigeres Spiel.

Idyllische Vereinsanlage im Grünen

Für den Tennisverein mit rund 570 Mitgliedern in allen Altersklassen sind die Plätze nicht nur ein großer Komfortgewinn, sondern auch ein Standortvorteil. „Wir sind laut des Herstellers die ersten in Köln, die diesen Platz besitzen – und aktuell in der sehr glücklichen Lage, einen großen Mitgliederzulauf zu haben“, so Waffenschmidt.

Überhaupt ist die Clubanlage sehr idyllisch und stimmig: Sie liegt inmitten von sattem Grün, sogar mit einem rosa blühenden Kirschbaum, und bietet schöne Lichtakzente in der Anlage. Vom erhöht liegenden Clubrestaurant hat man einen Panoramablick auf das gesamte Ensemble; das „Kurzurlaubs-Gefühl“ stellt sich schnell ein. Als Nächstes der Verein eine moderne Led-Beleuchtung für die drei Hallenplätze schaffen, sowie auf seinem benachbarten Spielgelände einen Kinder-Kleinfeldplatz sowie eine Tenniswand anlegen.