Eine Stiftung unterstützt den Kölner Pferdeschutzhof dabei, die Stallungen wetterfest zu machen. Sie stammen noch aus der Gründerzeit des Hofes.
RettungsaktionStiftung hilft Pferdehof im Kölner Norden bei Renovierung der Ställe

Stiftungs-Vorsitzende Karin Hentschel, Dennis Verbeek, Sabine Verbeek und René Wassen (v.l.) von der ausführenden Firma stehen vor einem der zu sanierenden Stallkomplexe.
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Die Sanierungsarbeiten an den Ställen werden noch schwieriger, als das Team des Pferdeschutzhofs und die ihn unterstützende Stiftung ohnehin befürchtet hatten. Beim Sichten der Dachkonstruktionen ist viel morsches Holz zum Vorschein gekommen; auch die Dachpappe ist stellenweise durchgeweicht und lässt sich sogar in der Hand knicken, wie René Wassen von der ausführenden Baufirma demonstriert. Auch die Stützpfeiler im Innern der Pferdeställe sind im Laufe der Jahrzehnte arg mitgenommen; deshalb sollen sie nun ebenfalls ausgetauscht werden.
„Das Sanierungsprojekt hat sich als noch größer herausgestellt, als wir von der Stiftung dachten“, resümiert Karin Hentschel, erste Vorsitzende der Dr.-Hermann-J.-Marx-Stiftung für Tiere aus Köln. Sie kennt den Schutzhof, sowie sein Engagement in Tierhilfe und Jugendarbeit, sehr gut.
Stallungen stammen noch von Erstanlage des Hofs
„Unser Ziel ist es, alle Ställe auf dem Areal neu zu decken, und das bedeutet überall“, ergänzt Sabine Verbeek, Vorsitzende des Pferdeschutzhof-Vereins und Tochter der 2012 verstorbenen Hof-Gründerin Ruth Machalet. Der wesentliche Teil der Ställe stammt noch aus den 1980er-Jahren; der Schutzhof eröffnete 1988. Neben mehreren aus Notsituationen geretteten Pferden gehören auch Hunde, Katzen, Ziegen und weitere Tiere zu den Bewohnern des Hofes.
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In der Tierschutzeinrichtung Auf dem Ginsterberg, im Grünzug rund um die alte Kiesgrube am Ginsterpfad gelegen, haben die Sanierungsarbeiten gestartet: Die kompletten Ställe auf dem Gelände sollen ausgebessert und wetterfest gemacht werden. Die Stiftung übernimmt die Kosten der Dachsanierung eines 150 Quadratmeter großen Stalls, die inklusive Material geschätzt bei rund 30.000 Euro liegen. Der Austausch der Stützbalken käme noch extra hinzu.
Insgesamt sind die Dächer, und eventuell Balken, von 500 Quadratmetern Stallfläche auf dem weitläufigen Areal zu sanieren. Seine laufenden Kosten, etwa für Tierfutter, muss der Hof natürlich weiterhin bestreiten. „Wir brauchen noch mindestens 35.000 Euro, um alles machen zu können“, so Verbeek. Deshalb würden sich Stiftung und Verein über Spenden freuen.
www.pferdeschutzhof.info
