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Kölner RheinhallenKunst erinnert an Deportationen jüdischer Menschen

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Eine der Projektionen an der Fassade der Kölner Rheinhallen. Ein Opfer des nationalsozialistischen Regimes wird mti einem handschriftlichen Text an eine Fassade projiziert.

Eine der Projektionen an der Fassade der Kölner Rheinhallen.

Künstler und die Stadt Köln lassen Bilder an die Fassaden der alten Messegebäude in Köln-Deutz projizieren. 1941 wurden jüdische Menschen vom Bahnhof Deutz in Konzentrations- und Vernichtungslager in Riga deportiert.

Die Kölner Künstlerin Kane Kampmann und der britische Theater- und Opernregisseur Brian Michaels haben am Mittwoch gemeinsam mit dem NS-Dokumentationszentrum zum Jahrestag an die Deportation jüdischer Menschen nach Riga im Jahr 1941 erinnert. Beginnend am Eingang zum alten Messegelände am Charles-de-Gaulle-Platz in Deutz wurden die Besucherinnen und Besucher in Richtung Bahnhof Messe/Deutz (Tief) geführt – dem Ausgangspunkt der Deportationen aus Köln in die Konzentrations- und Vernichtungslager.

Die Projektion bildete den Abschluss des Projekts „Sichtbar machen“ vom Museumsdienst Köln in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum. Es wurde durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) sowie das Bundesministerium für Finanzen (BMF) im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht gefördert.

Projektionen an alten Kölner Messegebäuden

Kampmann und Michaels entwickelten für den Abend das Konzept einer szenischen Projektion, die multimediale Projektionen an die Außenfassade des alten Messegebäudes mit Sound- und Klangcollagen des Kölner Musikers und Produzenten Mischa Ruhr sowie Live-Aktionen der Schauspieler Nastassja Pilarczik, Georgios Marcou und Stefan Heidelberg verband. Lebensgeschichten und Porträts Betroffener wurden an die Fassade des alten Messegebäudes projiziert und damit sichtbar gemacht. Die Schauspieler lasen Texte aus Briefen und Tagebüchern der Deportierten. (red)