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Nur Busse dürfen auf die Sürther Feldallee

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Die Absperrung an der Sürther Feldallee

Rodenkirchen – Die Sürther Feldallee ist zwar die Haupterschließungsstraße im Neubaugebiet Sürther Feld. Aber für den privaten Pkw-Verkehr ist sie gesperrt. Nur der Linien-Bus 130 hat freie Fahrt. Vor kurzem hat die Verwaltung entsprechende Verkehrsschilder aufgestellt aufgrund eines Beschlusses der Bezirksvertretung.

Der hauptsächliche Grund für die Durchfahrtssperre ist eine gefährliche Stelle und zwar dort, wo ein Rad- und Fußweg die Sürther Feldallee kreuzt. Zahlreiche Kinder sind dort zur Schule und zur Kita unterwegs. Das Fahrverbot soll die Kreuzung für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen. Allerdings zeigen die Schilder nicht die gewünschte Wirkung, wie Bewohner und auch die Bezirksvertreter zuletzt bei einem Termin vor Ort festgestellt haben. Zahlreiche Autofahrer „rauschen“ offenbar auf der neu ausgebauten Straße durch das Wohngebiet und kümmern sich kaum um die Beschilderung.

Deshalb soll nun die Fahrbahn zusätzlich an der neuralgischen Stelle auf Höhe der Kita „Zitronenfalter“ verengt werden und die Polizei werde vermehrt kontrollieren, sagt der Bezirksbürgermeister Mike Homann. Diese Regelung soll zumindest so lange gelten, bis die Bebauung des ganzen Sürther Feldes in zwei bis drei Jahren komplett abgeschlossen ist. „Dann sehen wir weiter“, betont Mike Homann. Zwischenzeitlich war in der Bezirksvertretung die Rede von beweglichen Pollern, die die Straße absperren. Sie sollten über Sensoren gesteuert werden und sich nur für den Linienbus heben und senken. Diese Idee wurde jedoch nicht beschlossen. Zu kostspielig und zu wenig praktikabel erschien das System.

Kritiker der Durchfahrtssperre befürchten nun, dass dadurch andere Zugänge zum neuen Wohnviertel über die Sürther und die Eygelshovener Straße überlastet würden, und dass Kinder nur eingeschränkt mit dem Pkw zur Tagesstätte und zur Schule gebracht werden könnten. Zu den Kritikern gehören Bewohner und auch Bezirkspolitiker, so zum Beispiel Torsten Ilg von den Freien Wählern. Er forderte statt einer Durchfahrtssperre den Einsatz von ehrenamtlichen Schüler- und Elternlotsen an der neuralgischen Kreuzung.

Davon hält wiederum der Bezirksbürgermeister Mike Homann nichts. Am kleinen Kreisel in der Nähe der Gesamtschule sei vor ein paar Jahren schon einmal der Einsatz von Schülerlotsen geplant gewesen; es hätten sich jedoch nicht genügend Freiwillige angemeldet, sagt er. Und städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diesen Dienst abzustellen, sei finanziell nicht tragbar.