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Ohne Rad läuft nichts

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Werner Schleicher fährt gerne Rad.

Das Fahrrad ist wichtiger Bestandteil seines Leben: Werner Schleicher hat gleich sechs davon zur Auswahl: das Tourenrad für Ausflüge, das Hollandrad für Einkäufe in Mülheim, ein Winterrennrad mit Licht, sein Carbonrennrad für den Rest des Jahres und natürlich sein Bahnrennrad für die Radrennbahn. Selbst sein Büro hat der Mitarbeiter der Stadt Köln im Sportamt am Radstadion, und selbstverständlich legt er den täglichen Weg von seinem Veedel Mülheim nach Müngersdorf mit dem Rad zurück. „Das Auto brauche ich nur als Transportvehikel“, sagt Schleicher.

In seiner Freizeit liebt der Vater zweier erwachsener Kinder es ebenfalls, Rad zu fahren: „Gerne am Rheinufer entlang! Auf beiden Flussseiten gibt es schöne Touren ohne Ampeln, und man kann die Strecke beliebig lang planen. Richtung Nord/Süd gibt es keine Steigungen, die beginnen erst ab Dünnwald.“ Die jedoch fürchtet der Diplomsportlehrer nicht, ganz im Gegenteil: Sie sind als Trainingsstrecke für die Touren einer Gruppe von städtischen Mitarbeitern, die Werner Schleicher organisiert, unerlässlich. Im September findet die sechste „Tour de l'amitié“ (Tour der Freundschaft) in Kölner Partnerstädten statt. Lüttich, Lille, Esch-sur-Alzette, Rotterdam, Turin, Barcelona, Liverpool und Cork wurden schon besucht. Der Empfang war immer sehr herzlich. In diesem Jahr geht es nach Tel Aviv und Bethlehem. Schleicher: „Wir wollen damit ein Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit setzen sowie im wahrsten Wortsinn Mauern überwinden. Bei der Tour werden wir sowohl von israelischen als auch von palästinensischen Radfahrern begleitet.“ Bevor es jedoch soweit ist, gibt es für Werner Schleicher noch viel zu tun, denn am 2. Juni findet Kölns ältestes Radrennen „Rund um Köln“ statt.

Außer der Radsportförderung – Werner Schleicher betreut beispielsweise seit 30 Jahren die Radsportgruppe der Heinrich Böll Gesamtschule, aus der viele gute Biker hervorgegangen sind –ist er zuständig für die internationalen Angelegenheiten im Sport und die Sportentwicklungsplanung der Stadt. Noch vier Jahre, dann lockt der Ruhestand, wenngleich es ihm nicht anzusehen ist.

Auf die Frage, wie er sich derart fit hält, empfiehlt er eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, als Ausgleich zum Radeln leichtes Krafttraining, regelmäßige Physiotherapie und natürlich Radfahren, denn dieser Sport ist gelenkschonend, fördert die Fettverbrennung, stärkt die Organe, spart Fahrtkosten und macht einfach Freude.

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