München gab am Montag bekannt, mit Kiel ins Rennen zu gehen. Berlin hat sich bereits auf Rostock festgelegt.
OlympiabewerbungKöln-Rhein-Ruhr macht ein Geheimnis um seinen Segelstandort

Segelsport vor Kiel, hier bei der Kieler Woche. (Archivbild)
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Bis Montagnacht um 23.59 Uhr hatten die drei verbliebenen deutschen Bewerber um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele Zeit, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu melden, mit welchem Segelstandort sie die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ausrichten würden – wenn sie denn am Samstag, den 26. September, beim nationalen Entscheid in Baden-Baden den Zuschlag bekommen und sich dann auch im internationalen Auswahlverfahren durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) durchsetzen. Berlin hatte sich bereits für Rostock-Warnemünde entschieden. München gab am Montag, den 21. September, bekannt, mit Kiel antreten zu wollen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem „perfekten Match“. Er sagte: „Das gemeinsame Doppel von 1972 lebt wieder auf – Süd und Nord machen gemeinsame Sache.“ Und Köln-Rhein-Ruhr? Macht weiter ein Geheimnis aus seinem Segelstandort.
Öffentliche Bekanntgabe am Mittwoch
Man wolle den Ort fristgerecht melden, hieß es am Montag aus dem für die Bewerbung zuständigen Team in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Geschieht das nicht, würde dem NRW-Konzept eine Austragungsstätte fehlen. Das hätte einen deutlichen Punktabzug in der Evaluierung der drei Konzepte durch den DOSB zurfolge. Öffentlich bekanntmachen wolle man den Segelstandort in der NRW-Bewerbung aber erst am Mittwoch bei einem gesonderten Termin, hieß es aus Düsseldorf. Infrage kommen in Deutschland nur Kiel und Rostock.
Bereits am Dienstagabend, den 22. September, will der DOSB eine Stellungnahme zu seinem Evaluierungsprozess abgeben. In einem sehr aufwändigen, fast schon wissenschaftlich anmutenden Verfahren hat der Verband die drei Konzepte verglichen und Teile mit Punktwerten bis 100 beurteilt. Bindend für die Mitglieder der DOSB-Versammlung, die am Samstag den deutschen Kandidaten mit einer Zweidrittel-Mehrheit wählen müssen, sind diese Evaluierungs-Ergebnisse allerdings nicht.
