Ostheim/Brück – Mit einer Online-Petition und einem Antrag in der Januar-Sitzung der Kalker Bezirksvertretung will FDP-Kommunalpolitiker Fardad Hooghoughi versuchen, die vor einigen Tagen von der Sparkasse Köln-Bonn angekündigten Schließungen der Filialen in Ostheim und Brück noch zu verhindern oder zumindest für die Kundschaft abzumildern. „Mein Ziel war eigentlich, in 30 Tagen 500 Unterschriften zu sammeln, aber ohne viel Werbung haben bereits an den ersten beiden Tagen mehr als 150 Bürger meiner Petition zugestimmt.“
Man scheint sich einig, dass die Sparkassen-Filialen in den Stadtteilen weiterhin wichtig sind. Das Wegbrechen dieses Angebotes würde einen herben Schlag für die Veedel bedeuten. „Deren Mitarbeiter sind doch gerade in den Stadtvierteln, die von der Sozialstruktur her etwas schwächer sind, für die Kunden viel mehr als nur Dienstleister“, sagt Hooghoughi. „Das sind echte Ansprechpartner. Man kennt sich, grüßt sich und plaudert auch privat miteinander.“ Schließlich seien Finanzangelegenheiten ja ein sensibles Thema.
Doch die Mitarbeiter vor Ort, so weiß der Bezirksvertreter, kennen die Bürger und genießen über Jahre hinweg ihr Vertrauen. Zudem seien gerade in den rechtsrheinischen Vororten die Filialen „durch ihre Standorte mitten in den Veedeln auch Teil des Geschehens. Sie unterstützen Vereine, beteiligen sich an Festen und Aktionen und machen im Karneval mit.“
Gerade in Ostheim leben laut Hooghoughi, viele Senioren und Bürger mit Migrationshintergrund, die mit Internet und Online-Banking nicht so vertraut sind. „Die brauchen vor Ort Menschen, die sie auch einmal etwas fragen können, ohne gleich zu größeren Sparkassenfilialen nach Kalk oder zum Neumarkt fahren zu müssen.“
Hooghoughi hofft nun, dass sich auch seine Politikerkollegen in der nächsten Sitzung der Bezirksvertreter am 23. Januar seiner Resolution anschließen. So könnte man nochmals der Sparkasse Köln-Bonn den Unmut über die angekündigte Schließung der Filialen in Brück und Ostheim mitteilen.
Fardad Hooghoughi, FDP