Alter Computer und Süßigkeiten als BeuteEinbruchserie bei Porzer Fußballern

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Mehrfach ist das Vereinsheim jüngst das Ziel von Einbrechern gewesen. 

Porz – Jedes Mal, wenn Peter Dicke zum Vereinsheim der Sportvereinigung Porz an der Brucknerstraße kommt, schaut der Vorsitzende des Fußballclubs, ob wieder etwas passiert ist. Nicht ohne Grund, denn die Rothosen sind gebrannte Kinder. Bereits zum fünften Mal in diesem Jahr haben Unbekannte sich Zugang zum Vereinsheim geschafft. Dabei sei dort nichts zu holen, sagt Dicke. „Wir haben nie Bargeld da und auch sonst gibt es hier nichts von großem Wert.“

Trotzdem ist immer wieder eingebrochen worden. Beim ersten Mal hätten die Einbrecher noch den alten Computer mitgenommen. Bei dem jüngsten Vorfall sei der Ersatz, ein altes geschenktes Gerät, schon ignoriert worden. „Den Computer brauchen wir eh nur, um unsere Spielberichte einzugeben“, sagt Dicke. Dafür sei kein Super-Computer nötig. Doch was haben die Einbrecher dann mitgenommen?

Keine besonders wertvolle Beute gemacht

Einmal hätten die Unbekannten versucht, einen Kühlschrank einer bekannten österreichischen Zuckerwasserfirma zu stehlen. „Doch der war ihnen wohl zu schwer“, sagt Dicke. Das Werbegeschenk eines Getränkelieferanten habe man später hinter der Urbacher Schlemmerbud gefunden. Und was fehlt sonst?

"Süßigkeiten und Getränke“, erzählt der Vorsitzende der Sportvereinigung. Nichts, womit sich für die Einbrecher groß Kasse machen lässt. Aber für den Verein ist das schon ein Schaden, denn die Getränke sind für den Verkauf vorgesehen, was wiederum Einnahmen an den Spieltagen bedeutet.

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Das fehlt in der Vereinskasse. Und die wird weiter geschröpft. Denn die Einbrecher hinterlassen neben Unordnung kaputte Türen und Schränke. Eine Tür hat der Verein schon erneuern müssen. Kostenpunkt: 900 Euro. „Das tut uns auch weh“, so der Vorsitzende. Bei der Häufigkeit der Fälle, tun sich auch Versicherungen schwer.

Wollen die Einbrecher im Vereinsheim üben?

Peter Dicke ist wütend, dass die Unbekannten so das Engagement des Vereins mit Füßen treten. „Wir tun mit unserer Arbeit was für die Gesellschaft, für die Gemeinschaft und dann das. Da kann man schonmal ein bisschen Motivation verlieren.“ Der Verein hat jedes Mal Anzeige erstattet. Dass aber jemand gefunden wird, damit rechnet man beim Verein nicht. „Die Polizei hat schon die Vermutung geäußert, dass hier das Einbrechen geübt wird“, sagt Peter Dicke. Eine Vermutung, die vielleicht stimmen könnte. Weil: „Dass hier nichts von Wert ist, muss sich doch rumsprechen“, findet Dicke.

Das Vereinsheim aufgrund der Vorfälle aber jetzt zu einem Fort Knox zu machen, komme nicht infrage. „Das steht in keinem Verhältnis“, so der Vorsitzende der Sportvereinigung.

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