Abo

Unfall in Porz12-Jähriger bei E-Scooter-Sturz verletzt – Zahl der Unfälle mit Kindern steigt

2 min
Mann fährt mit hoher Geschwindigkeit auf einem E-Scooter

Die Zahl der verunglückten Kinder auf E-Scootern hat sich laut Polizei gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdreifacht.

Der Junge zog sich Verletzungen am Knie sowie einen Schulterbruch zu. Die Polizei beobachtet einen Anstieg der  Zahl verunglückter Kinder auf E-Scootern.

Am Dienstagabend (11. August) ist ein 12-Jähriger in Porz mit seinem E-Scooter gestürzt. Der Junge war gegen 19 Uhr auf einem Geh- und Radweg am Heinrich-Lob-Weg unterwegs, als er über das Loch eines herausgenommenen Sperrpfostens fuhr, die Kontrolle verlor und stürzte. Er zog sich Verletzungen am Knie sowie einen Schulterbruch zu.

Rettungskräfte brachten den Jungen in ein Krankenhaus. Da der E-Scooter kein gültiges Versicherungskennzeichen hatte, leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.

Zahl der verunglückten Kinder hat sich fast verdreifacht

Der aktuelle Unfall reiht sich laut Polizei in eine Entwicklung ein, die sich in diesem Jahr deutlich verschärft hat: Die Zahl der verunglückten Kinder habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdreifacht. Von Januar bis einschließlich Juli 2024 verunglückten demnach im Stadtgebiet Köln sowie in Leverkusen 13 Kinder bei Unfällen mit E-Scootern. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es bereits 20. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres stieg die Zahl auf 58.

Polizei erinnert an geltende Regeln für E-Scooter

Auch wenn E-Scooter ohne Führerschein gefahren werden dürfen, gilt laut Polizei ein Mindestalter von 14 Jahren. Zudem darf nur eine Person auf dem Fahrzeug stehen und es wird eine gültige Haftpflichtversicherung samt Versicherungskennzeichen benötigt. Auf Gehwegen und in Fußgängerzonen ist das Fahren grundsätzlich nicht erlaubt, sofern diese nicht entsprechend freigegeben sind.

Zudem spielen laut Polizei auch die kleinen Räder der E-Scooter eine Rolle für die Sicherheit, da sie empfindlich auf Unebenheiten, Bordsteine oder Schlaglöcher reagieren. Ein Helm sei zwar nicht vorgeschrieben, könne aber bei einem Sturz vor schweren Kopfverletzungen schützen. (red)