Hip-Hopper, Breakdancer, Rapper und Graffiti-Künstler Porzer führten Grundschulkinder an eigene Ausdrucksformen heran und stärkten ihr Selbstvertrauen.
Projekt in PorzRap, Hip-Hop und Breakdance bringen Kinder weiter

Don-Tanju Schneider führte die Kids in erste Breakdance- und Hip-Hop-Moves ein.
Copyright: Beatrix Lampe
Im Rhythmus der Musik bewegen sich die Kinder, gleiten schließlich zu Boden und vollführen dort unterschiedliche Schritte und Figuren mit Armen oder Beinen – und dabei strahlen sie über das ganze Gesicht. Beim Abschlussnachmittag eines einjährigen Grundschulprojekts waren im Jugendzentrum Glashütte jetzt die Erfolge eines besonderen kulturellen Angebots zu sehen. Lebensfreude und ein positiver Blick auf die eigenen Chancen in der Zukunft können durch künstlerische Aktivitäten geweckt und gefördert werden – mit diesem pädagogischen Ansatz gingen Breakdancer Don-Tanju Schneider vom Verein Kultur-Horizont Porz und weitere Unterstützer in drei Porzer Grundschulen.
Kinder aus Schulen in Finkenberg und und Porz-Mitte machen mit
Sie führten Jungen und Mädchen an aktuell spannende Kunstformen wie Graffiti, Breakdance und Hip-Hop heran. Dafür gewannen sie den Verein „Ein Herz lacht“ und den Bürgerverein Porz-Mitte als finanzielle Unterstützer. An der Porzer Grundschule Hauptstraße, der Friedrich- Liszt-Schule in Gremberghoven und der Finkenberger Konrad-Adenauer-Schule sprachen sie Kinder aus unterschiedlichsten Kulturkreisen und mit teilweise schwierigen Startbedingungen an. Sie luden dazu ein, abseits der schulischen Leistungsansprüche einfach Spaß an Bewegung, eigenem Ausdruck und dem Miteinander zu finden. Insgesamt 120 Kinder nahmen teil. Beim Abschlussfest mit anschließender Hip-Hop-Session konnten Eltern, Freunde und Sponsoren die Erfolge sehen. Don-Tanju Schneider berichtet, wie sich die teilnehmenden Kinder in ihren Bewegungsmöglichkeiten verbessert haben, wie sie gelernt haben, aufeinander zu achten, Respekt zu zeigen, niemanden auszulachen und sich ohne Scheu vor Leistungsdruck im Tanz, Musik und Graffiti auszudrücken.
Marco Morschel vom Verein „Ein Herz lacht“ und Anita Mirche vom Bürgerverein Porz zeigten sich beeindruckt. „Es besteht ein hoher Bedarf an solchen Angeboten, die Kinder in Bewegung bringen und ihr Selbstwertgefühl festigen“, sagt Morschel. Die schulischen Angebote allein könnten das nicht leisten. Dabei sei jeder in die Zukunft der Kinder investierte Cent gut und wichtig. Außerdem leiste das Projekt einen Beitrag dazu, dass Kinder mit Gleichaltrigen aus anderen Veedeln in Kontakt treten und sich austauschen können, sagt Anita Mirche, deren Verein schon diverse schulergänzende Projekte nachhaltig unterstützt hat.
Don-Tanju Schneider zeigte sich dankbar für die Förderung und die Einsatzbereitschaft von den beteiligten Erwachsenen wie Rapper Alex, der den Künstlernamen „Tatwaffe“ trägt, Hip-Hopper Jörg Thielen und Graffiti-Künstler Marc Jungmann. Für eine Weiterführung des Projekts hat der Verein „Ein Herz lacht“ schon Hilfe zugesagt, sagt Schneider, weitere Sponsoren werden gesucht. Denn das Projekt stößt auch bei Schulen wie der KGS Kupfergasse oder der Max-Planck-Realschule auf großes Interesse. Informationen gibt es beim Verein Kultur-Horizont Porz.
