Wenn Anita Mirche an den Bereich vor dem Augencentrum in der Porzer Innenstadt denkt, kommt ihr sofort ein Schlagwort in den Sinn: illegaler Parkplatz. Denn genau so habe sich der Bereich der Josefstraße von der Karlstraße aus entwickelt. Mirche ist Vorsitzende des Bürgervereins Porz-Mitte und weiß von dem Problem der Neuen Mitte Porz. „Es gibt leider sehr viele Menschen, die meinen, dass sie in die Fußgängerzone mit ihrem Auto hineinfahren dürfen.“ Und damit meint sie nicht den Lieferverkehr, sondern Menschen, die zum Arzt wollen, ein Restaurant besuchen oder einfach etwas in einem Geschäft kaufen wollen.
Die Ecke, die Mirche anspricht, kennt auch Ute Femfert gut. Die Citycenter-Managerin, weiß von einem Fall zu berichten, wo ein Krankentransport nicht an die Rampe fahren konnte, weil der Bereich einfach zugeparkt wurde. Um auf das Problem der parkenden Autos in der Porzer Innenstadt aufmerksam zu machen, haben der Verein Porzity, die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden der Porzer Mitte, zusammen mit dem Bürgerverein Porz-Mitte, dem City-Center sowie weiteren Vereinen und Institutionen im Sommer eine Petition ins Leben gerufen. Das Ziel: eine sichere und autofreie Fußgängerzone in der Porzer Mitte.

Die Fußgängerzone in der neuen Porzer Mitte soll autofrei bleiben.
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Und etliche Porzer möchten das auch. Über 1200 Menschen haben die Petition unterschrieben. Die Liste wurde nun Oberbürgermeister Torsten Burmester im Büro Porz-Mitte überreicht. Burmester lobte das demokratische Engagement und versprach, dass Politik und Verwaltung sich des Problems annehmen. Er brachte in dem Zusammenhang unangekündigte Aktionstage ins Spiel, an denen kontrolliert werden sollte, ob die Verkehrsregeln eingehalten werden.
Stadt Köln soll bestehende Regeln durchsetzen
Nichts mehr fordern auch die Initiatoren der Petition. Mit einer Unterschrift werde „ausdrücklich keine grundlegende Verschärfung der bestehenden Regeln gefordert“, heißt es seitens der Initiatoren. Es gehe lediglich „um eine konsequente Umsetzung der bereits geltenden Verkehrsregelungen in der Fußgängerzone“. Die Stadt soll prüfen, wie die bestehenden Verkehrsregelungen in der Fußgängerzone konsequenter umgesetzt und kontrolliert werden können und, ob Kontrollen und Sanktionen durch Ordnungsamt und Polizei ausreichend erfolgen oder verstärkt werden müssen.
Auch bauliche oder technische Lösungen werden ins Spiel gebracht, wie etwa eine Schranke oder feste oder versenkbare Poller. Es könnten an Zufahrten auch digitale Kontrollen eingeführt werden. Kameras könnten Fahrzeuge erfassen, die unberechtigt in die Fußgängerzone einfahren. All diese Optionen hat die Bezirksvertretung Porz teilweise auch schon vorgeschlagen. Im Sommer 2025 hatten die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen einen Antrag eingebracht, mit dem die Verwaltung beauftragt wurde, „kurzfristig ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept“ für die Fußgängerzone in der Porzer Innenstadt zu erstellen.
Am Donnerstag, 5. November, kann die Bezirksvertretung Porz bei ihrer nächsten Sitzung OB Burmester daran erinnern. Denn dann wird der Oberbürgermeister zu Gast in der Bezirksvertretung sein. Bei dem Termin jetzt in Porz sagte Burmester, dass er das Problem für „beherrschbar“ halte. Und, dass geforderte Maßnahmen der Kontrolle umgesetzt würden. Nach Karneval müsse man sich dann wieder zusammenfinden, um zu evaluieren, wie die Kontrollen sich auf das Problem der parkenden Autos in der Porzer Innenstadt ausgewirkt haben.

