Auf der Parkanlage an der Glashüttenstraße wollen „Kümmerer“ Spiel, Sport und Naturschutz fördern – auch Kinder übernehmen Verantwortung.
Gemeinschaftsaufgabe„Kümmerer“ locken viele Freiwillige zur Pflege des neuen Porzer Parks

Eine wachsende Gemeinschaft von Kümmerern wirbt bei Gästen um das Verantwortungsgefühl für die vielseitige Parkanlage an der Glashüttenstraße. Informationen rufen zum Mitmachen bei Aktionen und zum Schutz der Gehölze auf.
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Die Parkanlage an der Glashüttenstraße ist seit ihrer Eröffnung im Herbst eine Attraktion für große und kleine Gäste. Eine Community der Kümmerer hat sich von Anfang an darum bemüht, Menschen aus der Umgebung an die eigene Verantwortung für die Parkanlage heranzuführen. Mit Veranstaltungen im Park, regelmäßigen Treffen und unterschiedlichen Aktionen wollen die Kümmerer daran mitarbeiten, dass der Park ein attraktiver Ort für Spiel, Sport und Begegnung bleibt.
Ein Stammtisch traf sich jetzt im Park. Zahlreiche Menschen aus der Umgebung und von Porzer Institutionen nutzten die Gelegenheit, einander zu begegnen und sich auszutauschen. Lara Waldron,von der Sozialraumkoordinatorin Porz Mitte/Urbach (Diakonie Michaelshoven) und Jana Stöhr vom Büro Porz-Mitte begrüßten das rege Interesse.
Aus einem Dutzend Kümmerer im vorigen Herbst sind mittlerweile mehr als 50 Unterstützerinnen und Unterstützer geworden, die mit Ideen und Tatkraft das neue grüne Juwel zum Glänzen bringen wollen. Zu ihnen gehört Azar Rahsepar, die in der Nachbarschaft des Parks wohnt und sich wünscht, dass schon Kinder Mitverantwortung übernehmen. Den kleinen Parkbesucherinnen und -besuchern lasse sich gut vermitteln, dass diese Anlage für sie erstellt worden ist und sie wie im eigenen Zuhause dafür sorgen können, dass nichts kaputtgeht und kein Müll herumliegt. „Ich stelle mir vor, dass wir unter den Parkbesuchern ab und zu kleine Spenden sammeln, mit denen für besonders eifrige junge Müllsammler dann kleine Belohnungen beschafft werden können“, sagt sie.
Infotafeln erklären Porzer Parkanlage an Glashüttenstraße
Mit Informationen über die Parkanlage und den großen Aufwand, den das Entsiegeln von 2000 Quadratmetern Fläche und das Baumpflanzen erfordert hat, sollen Gäste jetzt schon am Eingang der Anlage auf die Schutzwürdigkeit aufmerksam gemacht werden. Jana Stöhr verweist auf eine frisch angelegte Info-Ausstellung aus Mitteln des europäischen Forums für regionale Entwicklung und der Städtebauförderung von Bund und Land sowie Eigenmitteln in der Stadt Köln.
Auf den Schildern am Zaun zum Jugendzentrum werden unter anderem die Besonderheiten der neu gepflanzten Bäume im Park vorgestellt. Es sind Bäume darunter, die sich besonders gut an die Klimaveränderungen anpassen, und Gehölze, die für Tiervielfalt in der Großstadt eine besondere Bedeutung haben. „Wenn die Menschen etwas über die Wichtigkeit der Bäume erfahren, setzen sie sich hoffentlich mehr für ihren Schutz ein“, erwartet Jana Stöhr.
Auf einem großen Transparent am Zaun wird zudem über die Aktivitäten der Kümmerer informiert. Mit einem QR-Code erhalten Interessierte Zugang zu Informationen und den künftigen Terminen. Die Aktionen werden aber auch ganz analog auf einer Tafel angeschrieben. Die nächsten Treffen der Kümmerer sind am 9. Juni und am 28. September. Für den 12. Juni ist ein Parkfest vorgesehen, stellt Lara Waldron in Aussicht. Verschiedene Porzer Vereine und Aktive tragen mit Aufführungen, Kinder, Spaß, Musik und der Ermunterung zum Müllsammeln dazu bei.
Es gibt viele weitere Pläne zur Aufwertung des Parks: So soll ein Angebotscontainer aufgestellt werden, bei dem Interessierte sich Bälle zum Spielen oder Fahrräder zur Benutzung des Pumptracks ausleihen können. Wie Lara Waldron sagt, ist auch an die Beschaffung einer Sportbox gedacht, aus der Sport und Trainingszubehör entliehen werden könnten. Eine solche Box kostet allerdings 13.000 Euro, zur Beschaffung werden Sponsoren gesucht.
Mit der Installation eines „Abstimm-Aschenbechers“ soll der Verschmutzung durch Zigarettenkippen entgegengewirkt werden. Der spezielle Aschenbecher funktioniert so, dass auf einem Schild eine Frage gestellt wird, die zwei Antwortmöglichkeiten hat. Raucherinnen und Raucher können ihre Meinung durch das Entsorgen der Kippen in jeweils eines der Behältnisse äußern. Außerdem sollen Taschenaschenbecher verteilt werden, damit nicht so viele Stummel auf dem Boden landen.
