„Feedback der Kunden war super“Wanderbäume stehen erneut vor Eisdiele in Köln-Bayenthal

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Karsten Heppner vom Bürgerverein Bayenthal-Marienburg, Sabine Müller, Matteo Specchio und Bodo Schmitt testen schon einmal das Kaffeetrinken auf Baum-Sitzbänken vor der Eisdiele.

Karsten Heppner vom Bürgerverein Bayenthal-Marienburg, Sabine Müller, Matteo Specchio und Bodo Schmitt testen schon einmal das Kaffeetrinken auf Baum-Sitzbänken vor der Eisdiele.

Die Wanderbäume sind seit 2019 in Köln unterwegs. Sie sollen temporär grüne Oasen schaffen und einen Treffpunkt für Nachbarn bieten.

Die Fans von „Il Gelato die Ferigo“ können sich freuen. Mindestens die nächsten zwei Monate stehen vier Wanderbäume vor der Eisdiele in der Goltsteinstraße 32. Die bieten nicht nur Grün, sondern auch Sitzbänke, wo man gemütlich sein Eis genießen kann. Jüngst brachten Sabine Müller und Bodo Schmitt zwei Wanderbäume aus der Südstadt nach Bayenthal.

Zwei weitere sollten am selben Tag aus Meschenich gebracht werden. „Den Termin haben wir aufgrund des angekündigten Regens und Gewitters verschoben. Von Meschenich nach Bayenthal ist schon eine lange Strecke, rund acht Kilometer. Die Bäume kommen in den nächsten Tagen“, erklärt Müller. Sie koordiniert das Projekt „Wanderbäume“ für den Bezirk Rodenkirchen.

Matteo Specchio, Geschäftsführer der Eisdiele, freut sich. In den vergangenen Jahren standen die Wanderbäume bereits zweimal vor seinem Laden. „Das Feedback der Kunden war super. Die Leute mögen, dass es dann ein bisschen Grün gibt. Die Bäume machen eine schöne Atmosphäre“ berichtet er.

Idee: Grün in graue Straßen bringen

Die Idee der „Wanderbaumallee“ stammt aus München. In Köln ist das Projekt seit Sommer 2019 unter der Trägerschaft des Verkehrsclub Deutschland (VCD) unterwegs. Es handelt sich dabei um fahrbare, mit Bäumen bepflanzte Holzhandkarren, die an verschiedenen Standorten stehen, jeweils für rund acht Wochen, im Winter länger. Das Ziel: Mehr Grün in graue Straße bringen und mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum schaffen. Die Sitzbänke an den Holzkisten sollen als die Nachbarschaftstreffpunkte dienen.

Wer Wanderbäume in seiner Straße haben möchte, kann eine Anfrage VCD stellen. Ob der Standort möglich ist, wird mit der Stadt abgeklärt. „Wir haben sehr viele Anfragen. Daher haben wir kürzlich unseren Bestand von vier auf sechs Wanderbäume aufgestockt“, erklärt Müller. Insgesamt gibt es in Köln 44 Wanderbäume. Die Kisten sind in der Regel mit Maulbeerenbäumen, Zieräpfeln oder Zierkirschen bepflanzt, Bäumen, die vor allem Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrung bieten.

Für Wanderbäume fallen temporär Parkplätze weg

Im Bezirk Rodenkirchen standen die Bäume schon in Raderberg, Zollstock, Rodenkirchen, Bayenthal und Meschenich. Nicht bei allen Nachbarn kommen sie gut an, denn sie werden auf Parkplätzen abgestellt, die für die Dauer ihres Aufenthalts für Anwohner wegfallen. In Raderberg seien die Kisten immer wieder auf den Bürgersteig geschoben worden, in Sülz wurden die Bäume abgesägt, auch in Kalk wurden sie beschädigt, berichtet Müller.

„Daher freuen wir sehr, dass die Bäume jetzt wieder hier der Goltsteinstraße stehen, denn hier sind bei allen sehr willkommen, und wir wissen, dass sich Matteo die Pflanzen gut versorgt“, sagt sie. Specchio ist nämlich hier der „Gastgeber“, und dem obliegt es, sich um die Wanderbäume zu kümmern, sie zu gießen zum Beispiel, wenn es heiß ist.


Preis Das Ausleihen der Wanderbäume ist kostenlos. Es muss ein entsprechender Beschluss der zuständigen Bezirksvertretung vorliegen, damit die mobilen Pflanzen in einem Stadtbezirk aufgestellt werden dürfen.

Informieren Interessenten können sich melden beim VCD Regionalverband Köln e.V., Telefon 0221 – 739 39 33, E-Mail: info@vcd-koeln.de, www.wanderbaumallee.koeln

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