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BürgereingabeKommt eine öffentliche Toilette für den Wohnpark Bayenthal?

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Mobile WCs, wie hier im Vorgebirgspark in Zollstock, gehören zum städtischen Toilettenkonzept. Generell gebe es zu wenig öffentliche WCs, kritisiert eine Bayenthalerin in einer Bürgereingabe.

Mobile WCs, wie hier im Vorgebirgspark in Zollstock, gehören zum städtischen Toilettenkonzept. Generell gebe es zu wenig öffentliche WCs, kritisiert eine Bayenthalerin in einer Bürgereingabe.

Eine Bewohnerin des Wohnparks Bayenthal fordert mehr öffentliche und kostenlose Toiletten. Die Stadt verweist auf knappe Kassen.

Wo keine öffentliche Toilette ist, kann es schnell schwierig werden – besonders für ältere Menschen ebenso wie für Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit Behinderungen. Eine Bewohnerin des Wohnparks Bayenthal fordert deshalb mehr öffentliche Toiletten in ihrem Veedel und insgesamt eine bessere Versorgung in Köln. Mit einer Bürgereingabe wandte sie sich an die Stadt. Diese lag den Lokalpolitikern in ihrer jüngsten Sitzung Ende September vor.

„Öffentliche Toiletten sind kein Luxus, sie sind ein universelles Grundbedürfnis und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe, fördern gesunde und inklusive Städte“, schreibt die Petentin. In ihrem Veedel gebe es nicht eine einzige öffentliche Toilette, kritisiert sie.

Öffentliche Toiletten: Realitätscheck und bessere Wegweisung gefordert

In ihrer Eingabe fordert sie von der Stadt einen „Realitätscheck“. Die Zahl der öffentlichen Toiletten werde aus ihrer Sicht von der Stadt zu hoch angegeben, weil dabei auch Dixi-Klos sowie private Toiletten in Restaurants und Cafés mitgezählt würden. Außerdem fordert sie eine übersichtliche Webseite, auf der sich etwa barrierefreie WCs gezielt filtern lassen, sowie eine klare Wegweisung und Piktogramme, damit die Toiletten besser zu finden sind.

Darüber hinaus sollen die öffentlichen WCs kostenlos und für alle zugänglich sein. Schließlich fordert die Petentin einen Ausbau der Toilettenversorgung. Mobile Dixi-Klos sollen, meint sie, durch feste Anlagen ersetzt werden. Sie bittet die Stadt, den Ausbau inklusiver öffentlicher Toiletten im Wohnpark Bayenthal zu priorisieren.

Neben der Bürgereingabe lag der Bezirksvertretung bereits die Stellungnahme der Verwaltung vor. Die verweist auf die knappen Kassen und kann eine schnelle Erweiterung des Angebots nicht in Aussicht stellen. Die Bereitstellung öffentlicher Toiletten sei „keine Pflichtaufgabe, sondern eine freiwillige Aufgabe“, teilt die Verwaltung mit.

Mobile WCs gehören zum Konzept

Die von der Petentin kritisierten mobilen Toiletten möchte die Stadt nicht abschaffen. Sie seien ein „integraler Bestandteil des Toilettenkonzepts“ und würden vor allem dort eingesetzt, wo keine Leitungen für Abwasser, Frischwasser und Strom vorhanden seien oder gelegt werden könnten – etwa an stark frequentierten Grünanlagen und Spielplätzen, erläutert die Verwaltung.

Auch die Forderung nach generell kostenlosen Toiletten lehnt die Verwaltung faktisch ab. Die Einnahmen aus dem Nutzungsentgelt dienten der Teilfinanzierung der WCs. Ohne die Gebühren komme es zu Schließungen bestehender Toiletten oder zu einer Stagnation bei neuen Standorten, erklärt die Verwaltung.

Bei der Auffindbarkeit der WCs gibt es dagegen Bewegung: An einem Relaunch der Internetseite toiletten.koeln wird derzeit gearbeitet, teilt die Verwaltung mit.

Die Bezirksvertreter nahmen Bürgereingabe und Stellungnahme ohne weitere Diskussion zur Kenntnis. Ob und wann der Wohnpark Bayenthal eine eigene öffentliche Toilette bekommt, bleibt damit offen.