Rodenkirchen erinnert sichGedenken an Hochwasserkatastrophen

Während des Jahrhunderthochwassers 1926 war Haus Birk nur mit dem Boot zu erreichen.
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Rodenkirchen – Das dritte Jahrhunderthochwasser Ende Januar 1995 ist fast genau 20 Jahre her. Aus diesem Anlass greift die Rodenkirchener Geschichtswerkstatt „Rodenkirchen erinnert sich“ das Thema „Hochwasser – früher und heute“ auf. Der Leiter der Geschichtswerkstatt, der Kulturwissenschaftler Cornelius Steckner, schaut zurück, zum Beispiel auf die 50er und 60er Jahre, als viele Rodenkirchener nur mit einem Boot zum Lokal Treppchen fahren konnten. Die Hauptstraße stand teilweise unter Wasser. Bevor das Hubtor an der Kirchstraße gebaut wurde, war jeder Pegelstand ab acht Metern eine Gefahr für die rheinnahen Viertel zwischen Homberg- und Grüngürtelstraße. Auch die Stadtteile Weiß, Sürth, Hochkirchen und Rondorf waren betroffen.
Die größte Überflutung, die jemals in Köln gemessen wurde, war im Jahr 1784 mit einem Kölner Pegel von 13,55 Metern. Es gab Todesopfer und immense Schäden. 1926 und 1995 erreichte das Wasser einen Pegel von 10,69 Metern.
Wie sich von 1995 an der Hochwasserschutz entwickelt hat, beleuchtet Thomas Kahlix, Diplom-Biologe und Vorstand der Bürgerinitiative „Hochwasser Altgemeinde Rodenkirchen e.V.“. Er ist Gast der Veranstaltung. Seit 1996 besteht das Hochwasserschutzkonzept mit aufwendig konstruierten Mauern und Schutzelementen. Sie mindern das Risiko, ganz verhindern können sie Überflutungen nicht. An dem Abend können Bürger mit den Experten diskutieren und erfahren, wie jeder bei Hochwasser helfen kann.
Geschichtswerkstatt, Mittwoch, 21. Januar, 19.30 Uhr, Stadtteilbibliothek, Schillingsrotter Str. 38
