Die gute Nachricht: Die Rohbauarbeiten für das neue Bezirksrathaus sind gestartet. Es gibt aber auch zwei schlechte Nachrichten.
Trotz BaufortschrittFertigstellung des Bezirksrathaus Rodenkirchen verzögert sich erneut

Die Rohbauarbeiten für das Bezirksrathaus in Rodenkirchen haben begonnen.
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Die Stadt hat den zehnten Sachstandsbericht zum Neubau des Bezirksrathaus in Rodenkirchen herausgegeben. Dort steht unter anderem das, was die Rodenkirchener derzeit täglich sehen, denn es geht sichtlich voran auf der Baustelle. Die Rohbauarbeiten haben begonnen und sind im Untergeschoss und in der Tiefgarage bereits weit fortgeschritten. Die Bodenplatte und die Außenwände des Hauptgebäudes stehen nahezu komplett. Zurzeit wird die Decke über dem Untergeschoss betoniert.
Der Rohbau erfolgt in vier Bauabschnitten. Zunächst werden die beiden Verwaltungsgebäude errichtet, anschließend wird die Tiefgarage in zwei Abschnitten gebaut. Das neue Bezirksrathaus entsteht nach einem Nachhaltigkeitskonzept. Es ist eine Dachbegrünung sowie Photovoltaikanlagen auf den Dächern geplant. Teile des Abbruchmaterials des alten Bezirksrathauses sollen als Recycling-Beton für die neuen Fassadenelemente genutzt werden. Nach Aussage der städtischen Pressestelle wird das neue Bezirksrathaus das erste städtische Gebäude sein, das ganz ohne fossile Brennstoffe auskommen wird.
85,1 Millionen Euro: Projekt wird teurer und ein Jahr später fertig
Allerdings ist nicht nur mit Verzögerungen zu rechnen, die die Stadt auf „vielfältige Gründe“ und „eine Verkettung verschiedener terminrelevanter Einflüsse“ zurückführt. Es wird auch teurer als gedacht. „Die aktuelle Kostenprognose für das Projekt beträgt 85,1 Millionen Euro brutto“, teilt die Stadt mit. Zuletzt waren es fünf Millionen weniger. Dafür dauert es ein Jahr länger. Zu Beginn der Arbeiten war von Ende 2027 die Rede. Jetzt prognostiziert die Stadt eine Fertigstellung zum Ende des dritten Quartals 2028.
Als Ursache für die Verzögerungen werden ungewöhnlich lange Zeiten angegeben, die für die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen zur Vergabe der Leistungen für die Neubaumaßnahme an ein Generalunternehmen gebraucht wurden. Der Vergabeprozess hat aufgrund eines hohen Aufkommens an Bieterfragen mehr Zeit in Anspruch genommen.
„Aus dem insgesamt sehr hohen Abstimmungs- und Koordinationsaufwand im Projekt ergeben sich teilweise technisch notwendige Planungsanpassungen. Auch archäologische Untersuchungen und Funde hätten die Zeitschiene für die Herstellung der Baugrube beeinflusst“, heißt es in der Begründung. Während der Aushebung der Baugrube wurde eine Hofanlage aus dem 19. Jahrhundert gefunden. Der aktuelle Sachstandsbericht für das Projekt ist im städtischen Ratsinformationssystem einsehbar.
