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Meschenicher HobbygärtnerKölner Paar sammelt mit Tomaten 8755 Euro für krebskranke Kinder

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Günter und Rosemarie Stadtfeld (3. und 2. von rechts) überreichten mit ihren Helfern Christa Limach, Antje Schrönder, Siem und Karin Sleekin Elternhausleiterin Andrea Tepe (2. von links) den Erlös der Tomatenpflanzen.

Günter und Rosemarie Stadtfeld (3. und 2. von rechts) überreichten mit ihren Helfern Christa Limbach, Antje Schröder, Siem und Karin Sleekin Elternhausleiterin Andrea Tepe (2. von links) den Erlös der Tomatenpflanzen.

Die Familie Stadtfeld sammelt mit ihrer Tomatenaktion erneut mehrere Tausend Euro für krebskranke Kinder und deren Musiktherapie.

Was als Gartenleidenschaft begann, ist längst zu einer außergewöhnlichen Hilfsaktion geworden. Bereits zum siebten Mal hat Günter Stadtfeld gemeinsam mit seiner Ehefrau Rosemarie, Nachbarn und weiteren Helfern eine Spende an den Förderverein krebskranker Kinder in Lindenthal übergeben. Insgesamt 8.755 Euro kamen in diesem Jahr zusammen – ein neuer Rekord.

„Das ist absolut beeindruckend, was die Familie Stadtfeld macht, eine irre Aktion, und ich bin jedes Mal wieder überrascht, dass man aus Tomaten so viel Geld machen kann“, sagt Andrea Tepe, Leiterin des Elternhauses, das der Förderverein unterhält.

Tomaten für den guten Zweck

Seit Jahren zieht der Meschenicher Hobbygärtner in seinem Schrebergarten in Zollstock Tausende Tomatenpflanzen in vielen unterschiedlichen Sorten, die er gegen Spenden abgibt. Unterstützt wird er dabei von seiner Familie sowie von Nachbarn. Die Pflanzen werden unter anderem am Kloster an der Brühler Straße in Raderberg und vor dem Café Lamerdin in Sülz angeboten.

Allein mit seiner Aktion erzielte Stadtfeld in diesem Jahr 8.500 Euro. Weitere 255 Euro steuerte Gabriele Coenes aus Merheim bei. Sie war durch einen Zeitungsbericht in dieser Zeitung auf die Initiative aufmerksam geworden und hatte Stadtfelds Wunsch nach Nachahmern aufgegriffen. Die Samen für ihre eigenen Tomatenpflanzen erhielt sie von ihm.

Aktion mit Herz und Seele

Beim Förderverein ist die Freude über die Unterstützung groß. „Die Spende ist eine Riesenhilfe. Wir finanzieren uns nur über Spenden, von daher sind wir auf Unterstützung angewiesen. Es ist auch so eine schöne Aktion – mit Herz und Seele“, erklärt Monika Burger-Schmidt, Geschäftsführerin des Fördervereins.

Mit dem Geld sollen Instrumente für die Musiktherapie auf der Kinderstation angeschafft werden. „Das Angebot ist ganz neu und ergänzt die Musik- und die Sporttherapie. Eine tolle Sache für die Kinder – nur fehlen bisher noch die Instrumente“, sagt Burger-Schmidt.

Die Nachfrage nach den Tomatenpflanzen sei auch in diesem Jahr enorm gewesen, erzählt Stadtfeld. „Die Leute lesen davon in der Zeitung und kommen aus ganz Köln. Sie stehen praktisch schon Schlange, wenn wir noch gar nicht mit dem Aufbau fertig sind“, berichtet Nachbarin Antje Schröder, die die Aktion unterstützt.

Hinter dem Erfolg steckt jedoch viel Arbeit. Über Monate hinweg kümmern sich die Stadtfelds um Aussaat, Aufzucht, Pikieren und Umtopfen der Pflanzen. Für die Spendenübergabe lassen sie sich jedes Jahr eine besondere Überraschung einfallen. Diesmal waren die Geldscheine im Papier eines Blumenstraußes versteckt, den Günter Stadtfeld überreichte.

Insgesamt hat der 74-Jährige dem Förderverein inzwischen rund 32.000 Euro gespendet. Und an ein Ende seines Engagements denkt er noch lange nicht: Für die nächste Tomatenaktion im kommenden Frühjahr sammelt er bereits wieder Samen.