Der Straßenkarneval in Köln zeigte sich auch aufgrund des schlechten Wetters an Weiberfastnacht deutlich gezügelter.
Bilanz nach WeiberfastnachtWenige Polizeieinsätze – Bedrohlicher Vorfall in Kölner Innenstadt
Die Nacht nach Weiberfastnacht ist in Köln vergleichsweise ruhig geblieben. Zu den schon am Abend gemeldeten Vorfällen seien keine weiteren dazugekommen, sagte ein Polizeisprecher am Morgen.
Auf Kölns Straßen sei wetterbedingt weniger los gewesen als in den Vorjahren, sodass es nach aktuellem Stand auch in der Nacht entsprechend weniger Vorfälle gegeben habe.
Bedrohlicher Vorfall in der Kölner Innenstadt und Verdacht auf Vergewaltigung
Insgesamt zwölf Personen waren zum Start der Feierlichkeiten unter anderem zum Durchsetzen von Platzverweisen vor 19 Uhr in Gewahrsam genommen worden, hieß es bereits in einer ersten Polizei-Bilanz am Donnerstag. Nach angezeigten sexuellen Belästigungen, Körperverletzungen und Diebstählen wurden erste Ermittlungen eingeleitet.
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Zu einem bedrohlichen Vorfall kam es in der Kölner Innenstadt in der Weidengasse: Einer Frau wurde Polizeiangaben zufolge ihr Handy geraubt, das sie einem Mann kurz geliehen hatte. Dieser gab es nicht zurück, bedrohte die Frau mit einer Machete und flüchtete.
Die Polizei ermittelt auch wegen des Verdachts der Vergewaltigung unter Männern im Zülpicher Viertel. Ein Mann soll dabei einen anderen zum Oralverkehr gezwungen haben. In allen Fällen stünden die Ermittlungen erst am Anfang.
Unterdessen hat es auch einen mutmaßlichen Fall von Gewalt gegen Einsatzkräfte in Köln gegeben: Ein Zivilpolizist wollte demnach Pöbeleien eines Mannes beenden, woraufhin ihm dieser einen so schweren Kopfstoß versetzte, dass er im Gesicht verletzt wurde und nicht mehr dienstfähig war.
Seit den frühen Morgenstunden war die Polizei Köln für die Sicherheit der Jecken in Köln und Leverkusen im Einsatz und verzeichnete deutlich weniger Feiernde als in den Vorjahren.
Bis in den Nachmittag hinein verlief das Feiern überwiegend friedlich. Mit zunehmender Alkoholisierung waren die Polizisten vor allem in den Feier-Hotspots gefordert, um Streitigkeiten zu unterbinden. Gegen 18 Uhr zeigte sich aber auch dort ein sehr ruhiges Bild, weil die meisten Feiernden bereits weiterzogen waren. (oke/dpa)

