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RuschmeierEin umstrittener Macher

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Mai 2005: Mit Baron Georg von Ullmann und Josef Esch (v.l.) beim Richtfest für die Nordhallen der Köln-Messe.

Köln – Er müsse sich selbst überhaupt nichts mehr beweisen, hat der Sozialdemokrat Lothar Ruschmeier gesagt, als er im März 1998 nach acht Jahren im Amt des Oberstadtdirektors seinen Traumjob aufgab und kampflos einer neuen Stadtspitze das Feld räumte. Es seien die unsicheren rot-grünen Verhältnisse seit 1995 gewesen, die ihn dazu bewogen hätten, nicht noch einmal anzutreten. Seine Partei hat das damals durchaus anders gesehen. Ein eher spröder, zurückhaltender Typ wie Ruschmeier sei den Kölnern als Oberbürgermeister-Kandidat bei der ersten Direktwahl im Herbst 1999 nicht vermittelbar, fürchtete die SPD, setzte auf Klaus Heugel und raste mit ihm und dessen Aktien-Insidergeschäften in den politischen Abgrund.Lothar Ruschmeier ist am frühen Sonntagmorgen im Alter von 66 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine Frau Elke und zwei erwachsene Söhne. Über die Todesursache des Mannes, dessen politisches Lebenswerk mit drei bis heute umstrittenen Großprojekten verbunden sein wird, wurde nichts bekannt. Er sei eines natürlichen Todes gestorben, bestätigte die Stadt Köln. „Er war ein Mensch, der immer die Zukunft Kölns im Blick hatte. Er sah die Notwendigkeit zur Veränderung, auch wenn sie manchmal unbequem war“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Roters.