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Sanierung mit Hindernissen

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Auch von außen deutlich zu sehen: Mit Absaug-Anlagen wird derzeit die Raumluft in der früheren Grundschule gereinigt.

Roggendorf/Thenhoven – Die geplante Eröffnung der neuen Kindertagesstätte an der Berrischstraße könnte sich erneut verzögern. Die Ursache: Dämpfe, die während der Sanierung des alten Gebäudes durch eine chemische Reaktion bei den verbauten Materialien ausgelöst wurden. Seit mehreren Jahren wird die ehemalige, denkmalgeschützte Schule in Roggendorf/Thenhoven renoviert und in eine Kindertagesstätte umgewandelt, mit neuem Anbau.

Um die originale Ziegelfassade zu erhalten und die Mauer vor möglichen Schäden durch Feuchtigkeit zu schützen, wurde ein aufwändiges, so genanntes „Hydrophobierungs-Verfahren“ angewendet, erklärt die Stadtverwaltung dazu. Hierbei wird der Baustoff imprägniert, um zu verhindern, dass Wasser, beispielsweise durch Schlagregen, in das Mauerwerk eindringt. „Obwohl selbstverständlich nur unbedenkliche Baustoffe und Produkte verwendet werden, kam es während dieses Prozesses zu einer chemischen Reaktion im Sinne einer Ausdünstung“, erklärt die Stadt.

Dies sei aber „völlig normal“ und komme ebenfalls etwa beim Verlegen neuer Böden und bei Neu-Möblierungen vor. Allerdings werde das Gebäude erst dann freigegeben, wenn das Gesundheitsamt die Raumluft als unbedenklich einstuft. „Ein Sachverständiger wurde mit dem Fall beauftragt und hat ein Lüftungskonzept vorgelegt, welches bereits in die Tat umgesetzt wurde“, erklärt die Gebäudewirtschaft.

Eine postalische Adresse für die neue Kita gibt es schon. Der Briefkasten allerdings fehlt noch.

Über den Fenstern der betroffenen Räume wurden inzwischen Absaug-Anlagen eingebaut, die Rohre sind derzeit im oberen Teil der Fensterelemente zu sehen. Nach erfolgreicher Sanierung sollen sie wieder entfernt werden.

Noch in dieser Woche erwartet die Stadt eine Prognose, wann die Kindertagesstätte denn eröffnet werden kann. Man stehe im regelmäßigen Austausch mit der Einrichtungs-Leitung. Die Kinder werden so lange wie nötig in den Kitas Gutnickstraße und Further Weg betreut.

In der neuen Tagesstätte an der Berrischstraße sollen die beiden Einrichtungen Further Straße und Gutnickstraße zusammengeführt werden; diese beiden Kitas werden dann geschlossen. Bereits im Jahr 2009 hatte die Stadt entsprechende Pläne vorgestellt, der Jugendhilfeausschuss und die Chorweiler Bezirksvertretung stimmten zu. Die denkmalgeschützte Schule musste zunächst komplett saniert werden, immer wieder kam es zu unvorhergesehenen Komplikationen. So hatte es noch im Oktober 2018 geheißen, dass die neue Kita im Dezember fertig sein würde.

In der Einrichtung sollen vier Gruppen für drei- bis sechsjährige Kinder unterkommen sowie eine Gruppe für Kinder, die jünger als drei Jahre sind.

Die Stadtverwaltung