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Schrebergärten in KölnAckern und sonnen in den kleinen Großstadtgärten

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Silke Kaußen und Tochter Samantha nehmen sich den Rasen vor.

Köln – „Das ist unsere Naherholung, unser kleines Paradies“, sagt Charly Emmel. Gemeinsam mit seiner Frau Helga bewirtschaftet er einen Schrebergarten in Köln-Vingst. Die Emmels sind zwei von insgesamt 13.000 Mitgliedern im Kreisverband Köln der Kleingärtnervereine (KGV). 115 Gartenbau-Vereine zählt der Verband, 50 im Rechts-, 65 im Linksrheinischen, darunter auch zwei aus Hürth und Wesseling.

Zusammen umfassen die Kölner Kleingarten-Anlagen eine Fläche von knapp 6,3 Quadratkilometern. Das entspricht einem Gebiet, das größer als die Neustadt-Nord und die Neustadt-Süd zusammen ist – also dem Teil der Innenstadt, der zwischen Ringen und Innerem Grüngürtel liegt.

„Wir wohnen in Deutz, da haben wir nicht mal einen Balkon“, sagt Charly Emmel. Jetzt, wo die Stadt das Wasser in den Schrebergartenanlagen wieder angestellt hat, steht Grillnachmittagen und Pflanzaktionen nichts mehr im Wege. „Endlich geht es los.“

Schrebergärtner im ganzen Stadtgebiet bringen ihre Anwesen auf Vordermann. Sie haben wieder die Ärmel aufgekrempelt, Spaten und Harken in die Hände genommen und knien auf Rasen oder Beetflächen. Mancher versucht das Wachstum von Pflanzen mit Dünger und Zuneigung zu forcieren, andere Kölner Hobbygärtner setzten auf Live-Musik.

Wir haben Kleingärtner aus der ganzen Stadt besucht, waren in Lauben in Bickendorf, Weidenpesch, Vingst, Ostheim , Porz, Rodenkirchen und Weiß zu Gast.

Der Großteil der Gartenflächen in Köln ist übrigens im städtischen Eigentum; der Kreisverband der ist als Pächter Vertragspartner der Stadt und hat die Flächen seinerseits an die Mitgliedsvereine weiter verpachtet.

Stadt und KGV haben gemeinsam eine Gartenordnung erarbeitet. Elf Paragrafen regeln das Miteinander der Pächter, Gebote zur Gestaltung und Anpflanzungen sowie die Pflichten gegenüber dem jeweiligen Verein. Verstöße berechtigen zur Kündigung. (ksta)