Abo

„Schau an"Das letzte Handyfoto mit Yin und Yang

2 min

Das letzte Handyfoto von Schauspielerin Rike Will zeigt zwei Tropfen Tee.

Schauspielerin Rike Will hat momentan einiges um die Ohren: In einem Workshop zum Thema Imagebildung versucht sie herauszufinden, wie ihre Erscheinung auf andere wirkt. Denn häufig kommt es auf den magischen ersten Moment an, wenn bei Castings die Entscheidung fällt, ob sie eine Rolle erhält oder nicht.

Die Geschichte zum Handyfoto: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ fragt Menschen in Köln nach dem Foto, das sie zuletzt mit ihrem Mobiltelefon gemacht haben. Witziges und Trauriges, Skurriles und Intimes kommen zu Tage. Die neue Serie „Schau an!“, jede Woche im Lokalteil.

In den Köln-Arcaden bittet sie daher Passanten, sie zu beobachten und anschließend Fragebögen auszufüllen.

In der neuen Serie „Schau an“ im Lokalteil des „Kölner Stadt-Anzeiger“ verrät die 34-Jährige, was ihr letztes Handyfoto zeigt. Zu dem neuen Format inspiriert wurde die Redaktion durch ein Projekt des amerikanischen Multimedia-Künstlers Ivan Cash, der weltweit nach Bildern auf Mobiltelefonen und deren Geschichten fragt.

Wills Motiv, das den Boden eines Glases zeigt, entstand während der Mittagspause in einem türkischen Restaurant: „Als ich meinen Chai-Tee ausgetrunken hatte, fielen mir plötzlich zwei Tropfen auf dem Glasboden auf“, berichtet sie. Das habe sie irgendwie an das Yin-und-Yang-Zeichen erinnert. Und das wiederum habe sie an ihre Frau denken lassen. „Bei uns verhält es sich nämlich ganz ähnlich“, meint Will.

Filter aus der App „Hipstamatic“

Geschwind wurde das Fundstück auf einem Foto verewigt und mit einem Liebesgruß versehen an die Partnerin verschickt. Der künstlerische Look der Aufnahme entstand mit Hilfe des Programms „Hipstamatic“, erklärt Will, die gerne mit den verschiedenen Filtereinstellungen der App experimentiert. Ihre Lust am Fotografieren, erklärt sie, sei noch ein Überbleibsel aus einem früheren Grafikdesignstudium.