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Schauspielerin Amrei HaardtKölnerin überzeugte Matthias Schweighöfer mit witziger Persiflage

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Die Kölnerin Amrei Haardt hat schon mit Matthias Schweighöfer gedreht.

Köln – „Eine richtig tolle Eule“: Mit diesen Worten suchte Matthias Schweighöfer vor rund drei Jahren auf seiner Facebook-Seite nach jungen Frauen für eine Rolle in seinem Film „Schlussmacher“. Ein Video sollte hochgeladen werden, dazu die Bitte, folgenden Satz einzubauen: „Hey Du, setz Dich doch mit dazu, möchtest Du vielleicht einen Aperol Spritz – oder einen Sekt?“ Nach nur kurzer Zeit hatten mehr als 300 Bewerberinnen ihr Video auf die Facebook-Seite gepostet, die meisten davon hauchten den geforderten Satz brav in die Linse.

Nicht so die Kölnerin Amrei Haardt. Gemeinsam mit befreundeten Schauspielern – darunter auch „Sechserpack“-Darsteller Thomas Held – drehte sie den Spieß um und verulkte den berühmten Kollegen. In ihrem Video suchte sie ihrerseits nach einem Schauspieler – nach einem „Schweighöfer-Typ“, einem „richtig geilen Uhu“. Eine witzige Persiflage, die Schweighöfer überzeugte. Schon am nächsten Morgen schrieb er ihr eine Facebook-Nachricht. „Ich dachte, das sei ein Fake“, erzählt Haardt bei einem Chai-Latte im Belgischen Viertel. Für den Interviewtermin hat sie ihr Lieblingscafé ausgesucht – das Miss Päpki. Die beiden telefonieren, drei Tage später steht sie mit ihm in Berlin vor der Kamera, spielt die Geliebte eines über 60-Jährigen. „Das war verrückt“, sagt sie. Glauben könne sie es immer noch nicht. Denn die Rolle, und das gibt die 25-Jährige ehrlich zu, öffnete ihr einige Türen.

Noch bis Ende Juli ist Amrei Haardt, deren Vorname übrigens aus der Schweiz kommt, neben Cordula Stratmann in der „Kuhflüsterin“ zu sehen. Gerade erst hat sie für „Soko Wismar“ mit Dominik Boeer vor der Kamera gestanden. In der RTL-Soap „Unter uns“ spielt sie seit Anfang des Jahres eine Hauptrolle. Nach dem Gespräch geht es für sie direkt weiter zum Dreh nach Ossendorf. „Die Schauspielerei war immer mein Herzenswunsch“, sagt sie. „Ich stand schon im Kinderchor gerne auf der Bühne“.

Die junge Kölnerin ist ehrgeizig. Direkt nach dem Abitur am Kaiserin-Augusta-Gymnasium bewarb sie sich bei einer Agentur und besuchte eine Schauspielschule. Dass es jetzt so gut läuft, steigt ihr nicht zu Kopf. Sich selbst im Fernsehen zu sehen, findet sie immer noch komisch. Manchmal schaue sie sich eine Folge zwar heimlich an, aber bloß nicht mit Freunden, sagt sie lachend. „Dann sehe ich ja die Reaktionen – schrecklich“.

Auch ein festes Ziel habe sie nicht vor Augen. „Ich bin einfach gespannt darauf, was wohl noch kommt.“ Ein Märchen dürfte es sein, vielleicht Aschenputtel, oder auch mal etwas völlig Neues, weg von den klassischen Mädchenrollen. „Etwas Mutiges“, sagt sie, „wie ein Punkermädchen. Dafür würde ich mir auch sofort die Haare abschneiden.“