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ProtestKölner VHS-Lehrer fordern bessere Bezahlung

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Honorarlehrkräfte protestieren vor der Kölner VHS.

Köln – In Zeiten steigender Flüchtlingszahlen in Deutschland werden Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge immer wichtiger. Deutschunterricht ist für Flüchtlinge mit Bleiberecht die wichtigste Voraussetzung für eine Vermittlung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Das Problem: Die vielen Honorarlehrkräfte unter den Lehrern fühlen sich nicht ausreichend entlohnt.

150 von ihnen trafen sich daher am Dienstagmorgen vor der Volkshochschule am Neumarkt, um gegen die „skandalöse Unterbezahlung“ zu demonstrieren. „Aus der Politik heißt es immer: Alle Flüchtlinge sollen Deutsch lernen. Und dann gibt es solch eine Bezahlung“, schimpft Angela Bankert, Geschäftsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Lange Zeit haben Honorarlehrkräfte in NRW 19 Euro pro Stunde erhalten, seit 2012 sind es 21 Euro. „Auch das ist noch viel zu wenig“, sagt Bankert.

Keine Krankenversicherung, kein Kündigungsschutz

Vor allem vor dem Hintergrund, dass darin weder Versicherungsbeiträge noch ein Kündigungsschutz enthalten sind. Ebenso gibt es keine Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Urlaub. Die mögliche Lösung: Festanstellung oder deutlich höhere Honorare.

Zuständig für die Lehrkräfte ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ gab es bisher keine Auskunft zur Thematik. Man habe die Demonstranten aber zur Kenntnis genommen, hieß es von der Außenstelle des Amtes in Köln-Poll.