Köln – Einen Tag vor Beginn der Session hat die Stadt der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kölner Karnevals einen Zuschuss zum Rosenmontagszug 2015 bewilligt. Laut eines einstimmigen Beschlusses des Finanzausschusses erhält das dem Festkomitee gehörende Unternehmen rund 127.800 Euro für die Organisation der Parade. Weitere 25.600 Euro werden nachträglich für die Straßendekoration des Zuges im vorigen Februar gezahlt.
Die Finanzspritze aus dem Rathaus ist Tradition. Nötig wäre sie wohl nicht mehr, wie ein Blick in die Bilanz der gemeinnützigen Karnevalsgesellschaft zeigt. Der jüngste veröffentlichte Jahresabschluss weist einen Überschuss von 424.000 Euro aus. Der Gewinn wurde eingesetzt, um das Unternehmen zu stärken. Zum 30. Juni 2013 erreichte das Eigenkapital damit eine Höhe von 6,5 Millionen Euro. Das Anlagevermögen, zu dem das Karnevalsmuseum in Braunsfeld zählt, beträgt 7,3 Millionen Euro.
Geschäftsführer der Gesellschaft sind unter anderem Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach und Zugleiter Christoph Kuckelkorn. Ihr wirtschaftlicher Erfolg fußt vor allem auf einer ebenso professionellen wie gewinnbringenden Vermarktung des Zochs und anderer Veranstaltungen.
