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Streit mit AufsichtsratKlinikchef fristlos gekündigt

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Christian Schmidt hat erst gekündigt und wurde dann entlassen.

Köln – Professor Christian Schmidt ist nicht mehr Medizinischer Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat der Aufsichtsrat Schmidts Vertrag fristlos gekündigt. Wie zu erfahren war, sind dieser Entscheidung harte Verhandlungen vorausgegangen. Schmidt hatte dem Vernehmen nach zunächst um einen Auflösungsvertrag zum 31. Dezember dieses Jahres gebeten – offenbar, um frei zu sein für eine neue Aufgabe. Weil ihm der Aufsichtsrat dies nicht bewilligte, kündigte Schmidt selbst seinen Vertrag zum Jahresende. Darauf wiederum reagierte der Aufsichtsrat mit der sofortigen Kündigung für den Geschäftsführer.

Schmidt ist offenbar im Gespräch für eine Doppelfunktion als Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender Universitätsmedizin am Universitätsklinikum Rostock zum 1. Januar 2014, für die er sich beworben haben soll. Weder die Universitätsklinik in Rostock noch das Ministerium für Bildung in Schwerin wollten dazu Stellung nehmen.

Vertrag erst im Juli verlängert

Erst im Juli war Schmidts Vertrag in Köln um zunächst zwei Jahre verlängert worden – statt wie üblicherweise um vier oder fünf Jahre. Ob die schlechte Finanzlage – die Kliniken mussten 2012 ein Minus von 11,5 Millionen Euro verkraften und eine wesentliche Besserung ist in diesem Jahr nicht in Sicht – dabei eine Rolle spielte, war nicht zu erfahren.

„Wir haben seine Arbeit als Medizinischer Geschäftsführer sehr geschätzt“, sagt Michael Paetzold, Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken, daher bedauere er dessen Weggang. Zur offensichtlich dramatischen Entwicklung bis zum plötzlichen Ende der Zusammenarbeit wollte er sich nicht äußern. Mit der Finanzlage habe die abrupte Kündigung jedoch nichts zu tun, versichert Paetzold.

Wie die Kliniken mitteilen, wird Schmidts Aufgabenbereich nun von Roman Lovenfosse-Gehrt, dem Kaufmännischen Geschäftsführer der drei städtischen Kliniken , übernommen. Ob damit auch ein Ende der Doppelspitze eingeläutet ist, dazu wollten sich die Kliniken auf Nachfrage nicht äußern.