„Kölscher ist, wer hier geboren ist. Das kann man nicht lernen, und das wird man auch nicht.“ Das sagt Karl Dieper, Oberzappes vom „Goldenen Kappes“. Und die Leute, die zugezogen sind? „Das sind die zugereisten Kölner. Kölsch ist, wer hier geboren ist und wer eine Erziehung in rheinischem Frohsinn genossen hat. Anders geht das nicht.“
Von den 1 036 117 Menschen, die 2011 in der Stadt lebten, waren nach Auskunft des städtischen Presseamtes gerade mal 414 002 auch in Köln geboren. Alle anderen sind Imis.
hat inzwischen jeder dritte Kölner ausländische Wurzeln. Unter den Ausländern stellten im Jahr 2010, auf das sich die statistischen Angaben beziehen, die Türken mit rund 61 000 die größte Gruppe, gefolgt von den Italienern mit knapp 18 000. Aber es waren beispielsweise auch 301 Peruaner, 62 Sudanesen, 156 Ägypter und 93 Menschen aus der Dominikanischen Republik in Köln gemeldet.
um rund 10 000 geklettert – auf exakt 1 027 504. Davon lebten knapp 650 000 linksrheinisch, die übrigen auf der „Schäl Sick“. Rund 396 000 Kölner sind katholisch, mehr als 172 000 evangelisch.
Die Kölner sind laut Jahrbuch im Durchschnitt 41,9 Jahre alt und sterben mit 76,5 Jahren. Und immer mehr von ihnen leben allein: In mehr als der Hälfte der rund 537 000 Haushalte wohnt nur noch eine Person – nur noch knapp acht Prozent sind Vier-Personen-Haushalte. Im Durchschnitt lebt der Kölner 11,6 Jahre in einer Wohnung.
Der Anteil der Einwohner, die älter als 65 Jahre sind, stieg in den letzten zehn Jahren von 15,4 auf 17,8 Prozent.
Was macht den Kölner aus und was den Kölschen? Diese Frage stellte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ mehr und weniger bekannten Einwohnern – und setzt damit eine von Konrad Adenauer ausgelöste Diskussion fort. Der Enkel des ersten Bundeskanzlers hatte sich über mangelnde Verbundenheit der Stadtspitze mit Köln beklagt.
