Köln – Ein stark verbeultes Polizeifahrzeug sowie vier leicht verletzte Mitarbeiter sind die unerwartete Bilanz des Einsatzes am Sportpark Müngersdorf vom vergangenen Samstag. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, fuhren die Beamten zwischen 24 und 42 Jahren vor dem Bundesligaspiel des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart im Kleinbus in einer Kolonne über den Olympiaweg Richtung Rhein-Energie-Stadion. Nach bisherigen Ermittlungen sei aus bislang ungeklärten Gründen plötzlich ein im Boden eingelassener massiver Sperrpfosten aus dem Boden emporgekommen, als der Wagen die Stelle passieren wollte.
Die Fahrerin des Gruppenfahrzeugs konnte die Kollision nicht mehr verhindern. Ihre Kollegen im Fahrzeug erlitten leichte Verletzungen, die Front des Polizeifahrzeugs wurde durch den Zusammenstoß eingedrückt – so stark, dass der Kleinbus nicht mehr im Straßenverkehr fahren durfte. Die elektronisch steuerbaren Poller auf beiden Zufahrtsseiten des Sportparks sollen sicherstellen, dass das Gelände außerhalb des Spielbetriebs eine verkehrsberuhigte Zone bleibt.
Lukas Wachten von den Kölner Sportstätten beschreibt den Steuerungs-Automatismus: „Die Poller lassen in der Regel immer ein Fahrzeug durch, danach fahren sie wieder hoch. Ein zusätzliches Ampelsignal weist Fahrer mit Rot und Grün extra darauf hin, wenn sie fahren dürfen oder nicht.“
Ob dieser Mechanismus während des Spiels und für den Einsatz deaktiviert worden sei, weiß er nicht sagen. Für die Steuerung der Poller am Stadion ist das Sportamt der Stadt zuständig, für eine Stellungnahme zu dem Zwischenfall war am Wochenende allerdings kein Mitarbeiter zu erreichen. Das Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei hat Ermittlungen aufgenommen – es soll geklärt werden, ob die Beamten den Hinweis der Poller-Ampel übersehen oder ignoriert haben, oder ob möglicherweise ein technischer Defekt in dem Automatismus vorgelegen hat. (ihi)
