Der Verdächtige hatte sich mehr als eine Stunde am Tatort aufgehalten, er soll zwischen 48 und 60 Jahre alt sein.
WDR-Maus in KölnPolizei fahndet mit Fotos nach mutmaßlichem Brandstifter

Der mutmaßliche Brandstifter neben der WDR-Maus.
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Mit Fahndungsbildern sucht die Polizei nach dem Mann, der in der Nacht zum 26. Juli 2025 die Maus-Figur vor dem Gebäude des Westdeutschen Rundfunks in der Innenstadt angezündet haben soll.
Auf einem der jetzt von der Polizei veröffentlichten Fotos ist zu erkennen, wie der verdächtige, laut Ermittlern zwischen 48 und 60 Jahre alte Mann eine Zigarette, ein Stück Papier oder ähnliches entzündet. Auf einem anderen sieht man, wie er auf einem Damenfahrrad zum Tatort kommt. Später flüchtet er mit dem Rad in Richtung Appellhofplatz.

Der mutmaßliche Brandstifter kam auf einem Damenfahrrad zum Tatort.
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Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, soll sich der mutmaßliche Brandstifter zuvor mehr als eine Stunde am Tatort an der Mörsergasse aufgehalten und versucht haben, das Feuer „immer weiter mit Brennmaterial zu entfachen.“ Die Bilder einer Überwachungskamera wurden in der Zeit zwischen 23.35 Uhr und 1.05 Uhr aufgenommen. Weil es der Polizei bislang nicht gelungen war, den Verdächtigen auf andere Art und Weise identifizieren, gab ein Richter die Fotos jetzt zur Öffentlichkeitsfahndung frei.
Köln: Verdächtiger fuhr mit Damenfahrrad davon
Die Feuerwehr konnte die Maus-Figur seinerzeit schnell löschen – aber nicht verhindern, dass sie deutliche Brandwunden davon trug. Die Statue war an einer Seite schwarz verkohlt. Der Rest blieb unversehrt. Neben der Figur fand man das mutmaßliche Brandmaterial, Styropor oder Bröckchen eines zerschnittenen Schwammes.
„Diese Tat macht uns fassungslos. Wer und vor allem warum zündet jemand die Maus an? Denn damit wurde nicht nur eine Figur beschädigt - hier wurde ein Stück Kindheit, ein Symbol der Freude und des Miteinanders angegriffen“, hatte Matthias Körnich, Leiter des WDR-Kinderprogramms, kurz nach der Tat erklärt.
Zunächst war eine Gruppe nicht identifizierter Jugendlicher in Verdacht geraten, die sich kurz vor Ausbruch des Feuers in der Nähe der Figur aufgehalten hatte. Aber dieser Verdacht scheint nun vom Tisch zu sein. Das Motiv des mutmaßlichen Brandstifters bleibt vorerst unklar. Wer den Mann auf einem der Fotos erkennt, wird gebeten, die Polizei (Telefon 0221/229-0) zu informieren.
Die angekokelte Maus hatte in der Folgezeit jede Menge Mitgefühl geweckt. Kölnerinnen und Kölner beklebten die verrußten Stellen mit unzähligen Pflastern. Briefe von Kindern mit Genesungswünschen erreichten den WDR. Die Figur wurde repariert und steht seit Ende August wieder auf ihrem alten Platz.
