Weltpremiere von „Visions of Magic“Prominenter Besuch bei der neuen Harry-Potter-Ausstellung in Köln

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Bis zum 02.06.24 werden die Besucher des Odysseums in die Welt der Zauberei entführt. Zur Vorschau kamen bekannte Gesichter der Filme.

James und Oliver Phelps, besser bekannt als Fred und George Weasley, sind schwer auseinanderzuhalten. Bei den Dreharbeiten der Harry-Potter-Filme haben die britischen Schauspieler sich das zunutze gemacht, um Crew und Cast zu veräppeln: „Wir haben öfter die Rollen getauscht“, verrät James Phelps lachend. Heute funktioniert das nicht mehr: James trägt seine Haare lang, Oliver trägt sie kurz.

Darsteller von Fred und George Weasley zu Besuch in Köln

Am Mittwochmittag begrüßen die Zwillinge Pressevertreter zur exklusiven Vorschau von „Harry Potter – Visions of Magic“ im Odysseum in Köln. Die offizielle Eröffnung ist am Freitag. Sie selbst durften schon einen Tag früher durch das interaktive Kunsterlebnis schlendern: „360 Grad um dich herum ist Potter, ist die Welt der Zauberei“, sagt Oliver im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. James fügt hinzu: „Es hat uns völlig umgehauen. Wir haben einen Tag gebraucht, um das zu verarbeiten. Jetzt ist es aber toll, zu sehen, wie andere Leute es erleben. Jeder benutzt seinen Zauberstab dabei unterschiedlich“, sagt James.

Richtig gelesen: Jeder Besucher bekommt seinen eigenen Zauberstab, mit dem er die Ausstellung erleben kann. Auf Fingerdruck an der richtigen Stelle leuchtet die Spitze in verschiedenen Farben auf. Damit geht es dann in den Fahrenden Ritter, ins britische, amerikanische und französische Zaubereiministerium oder die Halle der Prophezeiungen. Der Rundgang dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Die verschiedenen Räume sind mit einer Mischung aus Projektionen an den Wänden und Requisiten gestaltet, der Fokus liegt auf atmosphärischen Licht- und Toneffekten.

Neue Ausstellung setzt auf Licht- und Toneffekte

An einigen Stellen sind die Projektionen an den Wänden interaktiv, im britischen Ministerium etwa können optische Effekte mit dem Zauberstab ausgelöst werden. „Jedes Detail ist beabsichtigt, auch wenn die Besucher es nicht bemerken“, sagt Sherrie Dai, Kreativdirektorin bei Neon, die „Harry Potter – Visions of Magic“ gestaltet haben.

So auch der Übergang vom Geschäft Borgin und Burkes in der Nokturngasse über das Verschwindekabinett in den Raum der Wünsche in Hogwarts. Ein echter Harry-Potter-Fan versteht.

Möglichkeiten, in die Welt der Zauberei einzutauchen, gibt es bereits viele. In London können Besucher der Studio-Tour etwa die Original-Sets bewundern, in den Universal Studios in Orlando gibt es ein richtiges Hogwarts-Schloss. Warum also noch diese Ausstellung? Peter van Roden, Vizepräsident der Warner Bros. Discovery Global Themed Entertainment erklärt: „Wir denken immer an unsere Fans. Reisen alle unsere Fans nach London oder Orlando?“ Wohl kaum.

Eine Wanderausstellung mit Requisiten gab es auch schon, sie machte vor fast zehn Jahren im Odysseum Halt. Die neue Ausstellung soll sich aber weniger stark auf die Filme und Charaktere und mehr auf die Welt als solche konzentrieren. So tritt Harry Potter selbst auch erst im letzten Raum, dem Denkarium nachempfunden, als Projektion auf und liefert sich einen epischen Kampf mit Lord Voldemort.

Dezember ausverkauft, noch wenige Tickets für Januar

Noch bis zum 2. Juni 2024 ist die aufwendig gestaltete Ausstellung im Odysseum zu sehen – und der Andrang ist schon zu Beginn groß, sagt Andreas Waschk, Geschäftsführer der Explorado Group, die das Odysseum betreibt: „Mit 130.000 Tickets im Kartenvorverkauf haben wir mindestens einen nationalen Rekord aufgestellt.“ Der Dezember ist ausverkauft, im Januar und Februar gibt es nur noch Tickets unter der Woche. Waschk sei aber „guter Hoffnung“, dass sie nach einer Testphase noch weitere Tickets freischalten können.

James und Oliver Phelps werden zur Eröffnung am Freitag nicht dabei sein können. Auch für den 1. FC Köln haben sie dieses Mal keine Zeit: Bei ihrem letzten Besuch im Odysseum zur Deutschlandpremiere der Wanderausstellung vor zehn Jahren besuchten sie ein Spiel im Rhein-Energie-Stadion und machten auch ein Foto mit Geißbock Hennes, erzählen die Phelps-Zwillinge. „Ich verfolge die Bundesliga, es ist traurig, wo der FC gerade steht“, sagt Oliver. Er hoffe, dass es in der zweiten Hälfte der Saison besser laufe.

Tickets für „Harry Potter – Visions of Magic“ gibt es ab 26,90 Euro, ermäßigt ab 20,90 Euro. Mehr Informationen finden Sie unter harrypottervisionsofmagic.com/de.

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