Worringen – Endlich ist es soweit. Nachdem die offizielle Einweihung durch den Worringer Bürgerverein zweimal verschoben werden musste, klackerten am Wochenende die ersten Stahlkugeln über die nagelneue Worringer Boule-Bahn auf dem Spielplatzgelände am Ende der Bolligstraße. Bereits Ende letzten Jahres war der Spatenstich zu der Turnieranlage erfolgt, die auf Betreiben des Bürgervereins zustande gekommen war. Die ursprüngliche Idee dazu hatte Vorstandsmitglied Waltraud Schmitz, die nach einem Frankreich-Urlaub am Rande einer Vorstandssitzung gefragt hatte, warum es eigentlich in Worringen keinen Boule-Platz gebe. Der Sport fände doch auch hierzulande immer mehr begeisterte Anhänger. Daraufhin beantragte der Bürgerverein bei der Chorweiler Bezirksvertretung die Prüfung dreier Grundstücke für ein geeignetes Spielfeld. Nach einem Ortstermin mit der Fachverwaltung fiel die Wahl auf das städtische Spielgelände zwischen Bolligstraße und Neusser Landstraße (hinter der Jet-Tankstelle). Schließlich beschloss das Chorweiler Bezirksparlament, 7000 Euro aus Stadtverschönerungsmitteln für den Bau der neuen Anlage zur Verfügung zu stellen. Für Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner (CDU) ein idealer Treffpunkt: „Der Platz bietet generationsübergreifende Spiel- und Bewegungsangebote“, sagte er.
Die Kleinen toben auf dem Spielplatz oder spielen Fußball auf dem Bolzplatz, während die Älteren versuchen, mit der Boule (frz. Kugel), möglichst nah an die kleine Zielkugel - das Schweinchen - zu gelangen. Immerhin habe das Spielfeld mit einer Fläche von 4 x 15 Meter Turniergröße, erklärte Projektbetreuer Karl Johann Rellecke vom Bürgerverein bei der Eröffnung. Er hatte sich maßgeblich bei der Verwaltung für den Bau der Anlage eingesetzt.
Der dreilagige Aufbau der Bahn bestehe aus Schotter, Lava und einer feinen Schicht Splitt, sagte er. Die Kunststoffumrandung sei aus recyclebarem Material gefertigt. Auch wenn es in Worringen bisher noch keinen Boule Club gibt: „Das Spielfeld ist da“, ergänzte Bürgervereinsvorsitzender Kaspar Dick. Es stehe als öffentliches Angebot allen zur Verfügung, die Spaß daran haben, den aus französischen Gesellschaftssport zu praktizieren.

Eröffneten die erste Worringer Boule-Bahn: Karl-Heinz Neunzig (l.) und Karl Johann Rellecke vom Bürgerverein.
Copyright: Roland Meurer
In der Nähe der Spielfläche sollen demnächst zwei weitere Bänke montiert werden. „Außerdem sollen im Herbst zwei Heckenstreifen als Windschutz gepflanzt werden“, sagte Rellecke.
Der Bürgerverein hofft, dass die neue Boule-Spielfläche künftig ihren Bestimmungen entsprechend genutzt wird und nicht als Hundeklo missbraucht wird. „Der Idealfall wäre“, sagte Rellecke, „wenn sich künftig regelmäßige Spielgemeinschaften hier treffen würden, und gegebenenfalls eine Art Patenschaft über den Platz übernehmen würden“. Die ersten Interessenten dafür hätten sich bereits gemeldet.
Karl Johann Rellecke,
Bürgerverein