Chorweiler – Die Stadt wird an ihrer Schulentwicklungsplanung 2018 festhalten. Trotz Änderungswünschen aus den Bezirksvertretungen (BV) Chorweiler, Kalk und Lindenthal behalte man die Planung bei, teilte die Stadt nun mit. Allerdings bleibe man im „Dialog“ und werde im weiteren Verfahren „auf sie zurückkommen“. Das Chorweiler Stadtteilparlament äußerte sich auf seiner jüngsten Sitzung nicht zu der städtischen Mitteilung. Sie schoben den Punkt auf ihr nächstes Treffen. Im Juni hatte die Chorweiler BV eine parteiübergreifende „Initiative zur Schulentwicklung“ vorgestellt, die teils von der damals noch zählenden Schulentwicklungsplanung 2016 abwich. Unter anderem forderten sie eine zweite Grundschule für Fühlingen und einen Umzug der aus allen Nähten platzenden Förderschule Soldinerstraße an den Standort der Gustav-Heinemann-Hauptschule. Letztere soll dann mit der Ursula-Kuhr-Hauptschule am Volkhovener Weg fusionieren. Sie wünschten sich einen Bildungscampus im Bezirk und – seit Jahren gefordert – eine Gesamtschule auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule am Holzheimer Weg in Worringen. Ziel der Initiative: Mehr Schulen im Bezirk und eine Überarbeitung der Strukturen unter Einbeziehung der Elternwünsche. Doch mit dem im November vorgestellten und überarbeiteten Schulentwickungsplan 2018 erteilte die Stadt der BV in vielen Punkten eine Absage: Unter anderem keine Gesamtschule in Worringen sondern an der Netzestraße in Chorweiler. Der Bildungscampus soll mit dem Neubaugebiet Kreuzfeld kombiniert, die Hauptschulen nicht zusammen gelegt werden. Bei ihrer darauf folgenden Beratung stimmte das Parlament dem Plan zwar zu, forderte aber erneut Ergänzungen.
Sie beharren auf der Gesamtschule in Worringen und wünschten sich eine erneute Prüfung zur Zusammenlegung der beiden Hauptschulen, damit die Förderschule Soldinerstraße umziehen kann. Doch die Stadt bleibt hart, wie die Kommunalpolitiker nun feststellen mussten. Sie plant weiterhin eine weiterführende Schule an der Netzestraße. Am Holzheimer Weg solle lieber eine neue Kita und Wohnungen entstehen, zudem halte man sich eine Fläche als Reserve für eine Grundschule frei. Die Verwaltung will nun Fakten schaffen und eine Beschlussvorlage vorlegen „um eine abschließende Entscheidung herbeizuführen“. Besteht die Politik weiter auf dem Holzheimer Weg, soll das städtische Grundstück an der Netzestraße trotzdem für eine Schul- oder Bildungseinrichtung freigehalten werden.
Die noch in diesem Jahr geplante neue Bevölkerungsprognose kann genauere Informationen liefern, wie viele Plätze in Zukunft benötigt werden. Auch die geplante Verkleinerung von Klassen für Gemeinsames Lernen könnte den Bedarf zusätzlich anheben. Die Soldiner Straße soll gegen die Platznot weitere Container bekommen.