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Zwei DemonstrationenPolizei befürchtet Konflikte zwischen Demonstrierenden auf dem Heumarkt

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Die Polizei ist im Einsatz.

Am Tag des Sieges der Sowjetunion und der übrigen Alliierten über die Nationalsozialisten finden auf dem Heumarkt zwei Demonstrationen statt. (Symbolbild)

Zum Tag des Sieges der Alliierten über die Nationalsozialisten finden auf dem Heumarkt zwei politisch gegensätzliche Proteste statt.

Auf dem Kölner Heumarkt sind am Samstag zwei Demonstrationen anlässlich des Sieges der Alliierten über die Nationalsozialisten angemeldet. In diesem Zusammenhang kann es in der Innenstadt zu Verkehrsstörungen kommen.

Zwei politisch gegensätzliche Proteste am Heumarkt

Die Polizei hält Konflikte zwischen der politisch rechtsorientierten Initiative „Aufbruch Leverkusen“ und den Gruppen „Freies Russland NRW“ und „Köln gegen Rechts“ für möglich. Ein Sprecher der Polizei kündigte eine verstärkte Präsenz der Einsatzkräfte an, um angesichts der räumlichen und zeitlichen Überschneidung beider Veranstaltungen Konflikte zwischen den Demonstranten zu verhindern.

Die Organisation „Aufbruch Leverkusen“ unter dem Vorsitz des rechtsextremen Politikers und Juristen Markus Beisicht hat unter dem Titel „Nie wieder Krieg zwischen Deutschland und Russland“ zu einer Demonstration aufgerufen. Der Straßenprotest soll um 12 Uhr am Heumarkt beginnen und von dort durch die Innenstadt Richtung Rudolfplatz führen. Laut Angaben der Polizei werden rund 200 Teilnehmer erwartet.

Die Gruppierungen „Freies Russland NRW“ und „Köln gegen Rechts“ riefen als Reaktion zu einer Kundgebung anlässlich des Tags der Befreiung vom Nationalsozialismus auf. „Aufbruch Leverkusen“ versuche mit der Demonstration, den „Sieg der Sowjetarmee und der übrigen Alliierten für die Unterstützung der putinschen Kriege zu missbrauchen“, heißt es in der Mitteilung von „Köln gegen Rechts“. Die Gegenveranstaltung beginnt um 11 Uhr auf dem Heumarkt. Die Polizei rechnet mit ungefähr 30 Demonstranten.