Kriege, Krisen, zerbröselnde Gewissheiten: Die Menschen sehnen sich nach Gemeinsamkeiten - aber das letzte Gefühl, das wirklich alle teilen, ist die Überzeugung, die Welt nicht mehr zu verstehen. Das erzeugt Stress.
Generation ChaosWarum wir die Welt nicht mehr begreifen können

Zu schnell, zu viel auf einmal, zu komplex: Das ist die Welt, wie sie Millionen Menschen aktuell erleben. . /RND (Montage); Fotos: solidcolours//
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Es ist ein Text, dessen prophetischer Furor nichts von seiner Faszination verloren hat: Der Mensch, schrieb der Philosoph Günther Anders 1956 in seinem berühmten Werk „Die Antiquiertheit des Menschen“, fühle sich zunehmend minderwertig gegenüber den von ihm selbst ersonnenen Systemen. Er hinke quasi der Moderne hinterher. Denn kein Mensch sei mehr in der Lage, das, was er geschaffen habe - technisch, politisch, kulturell, industriell - noch zu durchschauen oder gar moralisch zu bewerten.
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