Auf seinem Album „Cinematic“ interpretiert Josh Groban Filmklassiker von „Der Pate“ bis „Moon River“ neu.
Kino für die OhrenJosh Groban veröffentlicht ein Album mit berühmten Filmsongs

Auf seinem Album «Cinematic» singt Josh Groban einige der berühmtesten Filmhits. (Archivbild)
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Der amerikanische Sänger Josh Groban, 45, hatte dieses Jahr seinen zweiten Auftritt bei der Oscar-Verleihung. Als bekennender Filmliebhaber mit einer charakteristischen Bariton-Stimme hat er nun das Album „Cinematic“ herausgebracht, das ausschließlich Lieder enthält, die speziell für das Kino komponiert oder durch die Leinwand populär wurden.
Enthalten sind Klassiker wie „As Time Goes By“, das durch „Casablanca“ (1942) Berühmtheit erlangte, sowie Henry Mancinis „Moon River“ aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ (1961) und „Brucia La Terra“, Nino Rotas Liebesthema aus dem Klassiker „Der Pate“ (1972). Während im Kinofilm die englische Fassung „Speak Softly, Love“ erklingt, interpretiert Groban die italienische Version im sizilianischen Dialekt.
Große Klassiker der Filmgeschichte
Den Song aus „Der Pate“ sang Groban zum ersten Mal bei einer Ehrung für den Regisseur Francis Ford Coppola, von dem er eine persönliche Einladung erhalten hatte. „Das war eine große Ehre“, äußerte Groban in London in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. „Dieses Lied für ihn zu singen, umgeben von all meinen Lieblingsschauspielern aus ‚Der Pate‘ und mit diesem großartigen Arrangement – da habe ich richtig Gänsehaut bekommen.“
Ein persönliches Anliegen war für ihn die Einspielung von „Moon River“, bei der sein Vater Jack das Trompetensolo beisteuert. „Mein allerliebstes Duett“, hob Groban hervor, der schon mit Ikonen wie Celine Dion sowie Barbra Streisand kooperierte. Sein Vater hatte für lange Zeit nicht mehr gespielt. „Ich war so glücklich, dass er zugesagt hat. Deshalb war das für mich ein ganz besonderer Tag im Studio.“
Drei Disney-Songs aus drei Jahrzehnten
Insgesamt drei Lieder auf „Cinematic“ haben ihren Ursprung in Walt-Disney-Filmen. „Man könnte zwei Alben nur mit Disney machen“, so Groban. Er singt „Can You Feel The Love Tonight“ aus dem Film „Der König der Löwen“ (1994), „When You Wish Upon A Star“ aus dem Klassiker „Pinocchio“ (1940) und eine Fassung von „Remember Me“ aus dem Film „Coco“ (2017). „Die Melodie hat mich beim ersten Hören fast zum Weinen gebracht“, kommentierte Groban das Lied aus „Coco“.
Der Gedanke, „Can You Feel the Love Tonight“ neu zu interpretieren, ging auf aktuelle gesellschaftliche Erwägungen zurück. Anfangs zögerte Groban, weil Elton Johns Fassung als ikonisch gilt. Gemeinsam mit dem aus Los Angeles stammenden Gay Men's Chorus wurde jedoch eine neue Version erarbeitet. Das Lied soll die Wirkung „wie eine ausgestreckte Hand“ entfalten. „Es sollte sowohl musikalisch stark sein als auch ein Zeichen für Unterstützung und Verbundenheit setzen. Gerade jetzt, besonders in meinem Land, muss man diese Unterstützung laut zeigen.“
Duette und ein moderner James-Bond-Song
Für die Platte nahm Groban außerdem mit Jennifer Hudson die „Unchained Melody“ auf, die durch den Kinofilm „Ghost – Nachricht von Sam“ aus dem Jahr 1990 Popularität erlangte, aber ursprünglich für den Kinofilm „Unchained“ (1955) verfasst wurde. Phil Collins' „Against All Odds“ aus dem 1984er Thriller „Gegen jede Chance“ sowie der Klassiker „Stand by Me“ sind ebenfalls auf dem Album enthalten.
Vervollständigt wird die Kollektion mit einem James-Bond-Titelsong. „Skyfall“, wofür Adele 2013 einen Oscar bekam, sang Groban zum ersten Mal bei einer Konzertserie in Las Vegas als Hommage an die Sängerin. Auf der Platte stellt er eine energiegeladene Fassung des Songs vor.
Mit seiner charakteristischen Bariton-Stimme und den opulenten Arrangements gibt Groban jedem Stück auf „Cinematic“ einen frischen, kinoreifen Sound. (dpa/red)
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