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KommentarWarten auf klare Ansagen

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Große Verwirrung bei den Kinobetreibern in Nordrhein-Westfalen, aber auch darüber hinaus. Dass die Häuser spätestens Ende Mai, Anfang Juni, also um das Pfingst-Wochenende herum wieder öffnen, das ist wohl mehr oder weniger eine Wunschvorstellung der Politik. Laut einer Verordnung des Landes, die bindend ist, dürfen die Kinos in NRW frühestens vom 5. Juni an den Betrieb wieder aufnehmen – dieser Verordnung steht bislang keine anderslautende behördliche Mitteilung entgegen, so dass sich wohl strafbar machen würde, wer seine Türen früher öffnete.

Als nicht minder irritierend empfinden es Kinobetreiber in Köln und anderen Städten des Landes, dass seitens der Politik und der Verwaltungen genaue Angaben für ein Hygienekonzept fehlen – man sich also auch nicht darauf vorbereiten kann, so als wäre ein Kino ein Fernseher, den man eben mal anknipst, und nicht ein komplexer Betrieb. Auch gibt es Unterschiede zur Gastronomie, wo unter Umständen andere Abstandsregeln gelten als im Theaterbereich. Kurzum, was die auch seitens der Landesregierung in Aussicht gestellte Wiedereröffnung angeht, fühlen sich diejenigen, die sie bewerkstelligen müssen, alleine gelassen.

Noch eine andere Frage besteht darin, was die Kinos eigentlich zeigen. Hier plant zum Beispiel die Kölner Filmpalette Sneak-Previews neuer Filme und die Wiederaufnahme von Filmen, die aufgrund der Krise nicht mehr gebührend gezeigt werden konnten. Die Fachleute wenigstens haben also einen Plan für die Öffnung.