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MemoirenJuliette Gréco blickt zurück auf ihr Leben

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Juliette Greco beim WDR im Rahmen der litcologne2012

Schwarz ist ihre Lieblingsfarbe. Natürlich auch auf der Bühne. „Nur mein Gesicht, die langen schwarzen Haare und die Hände sind zu sehen“, schreibt Juliette Gréco in ihren Memoiren „So bin ich eben“ (C. Bertelsmann). Hinter dieser Uniform kann sie sich verstecken, eine Frau, die ihre Nase nie mochte und sich auch sonst wenig attraktiv fand. 85 Jahre alt ist die große Dame des französischen Chansons inzwischen. Am Donnerstagabend las sie im WDR aus ihren Memoiren und gab freimütig Auskunft über Liebe, Leidenschaft und Verlust – und ihre Sympathie für die Deutschen.

Ein bewegtes Leben: Von der Mutter abgeschoben zu den Großeltern, entwickelt sie sich schon früh zur Rebellin. Beharrlich schweigt sie sich durch die Schulzeit und blüht erst auf, als sie im Pariser Künstlerviertel Saint-Germain mit jungen Schriftstellern, Musikern und Philosophen in Kontakt kommt, nicht zuletzt mit Sartre. Die stille Kleine mit den rabenschwarzen Haaren und den neugierig funkelnden Augen wird bald zum Star der Szene. Noch immer ist die Stimme der Gréco so rauchig wie einst. Und noch immer fasziniert sie ihr Publikum durch ihre pure Präsenz – egal, ob sie „Mickey travaille“ singt oder wie jetzt beim lit.Cologne-Spezial in Köln die Geschichte ihres Lebens erzählt.