Auftritt bei Trump-FeierMilli Vanilli-Star hält an Konzert fest, andere sagen ab

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Fab Morvan

Fabrice «Fab» Morvan vom ehemaligen Pop-Duo Milli Vanilli will auf einer Konzertreihe zum 250. Jubiläum der USA auftreten. (Archivbild)

Trotz Kritik und Absagen anderer Künstler will Fab Morvan von Milli Vanilli bei einem von Trump initiierten Event auftreten.

Ungeachtet der Rückzüge anderer Musiker plant Fabrice „Fab“ Morvan, Mitglied des früheren Pop-Duos Milli Vanilli, einen Auftritt bei einer Konzertserie. Diese findet anlässlich des 250. Jahrestages der USA in Washington D.C. statt, wobei die Festivitäten auf eine Anregung von US-Präsident Donald Trump zurückgehen. Gegenüber dem Online-Magazin „Consequence“ äußerte Morvan: „Ich bin hier, um die Menschen zu unterhalten und zu vereinen, nicht um sie zu spalten“. Auch die Rapper Vanilla Ice und Flo Rida halten bisher an ihren geplanten Auftritten fest.

Für die Durchführung der Konzertserie ist eine Organisation verantwortlich, die sich selbst als gemeinnützig beschreibt. Das Programm für den Zeitraum vom 25. Juni bis zum 10. Juli wurde am Mittwoch bekannt gegeben. Unmittelbar danach zogen diverse Musiker ihre Teilnahme zurück, darunter The Commodores, die frühere Gruppe von Lionel Richie, sowie die Country-Musikerin Martina McBride und Bret Michaels, der Frontmann von Poison. Als Begründung führten die Künstler an, das Event habe eine zu starke politische Färbung. Auf Instagram teilte Michaels mit: „Leider hat sich das, was uns als Feier unseres Landes präsentiert wurde, zu etwas deutlich Spaltenderem entwickelt, als ich ursprünglich zugesagt hatte“.

Echte Sänger von Milli Vanilli äußern ebenfalls Kritik

Milli Vanilli, das Pop-Duo, das von dem deutschen Produzenten Frank Farian ins Leben gerufen wurde, erlebte in den späten 1980er-Jahren eine Phase großer Popularität. Über 30 Millionen Exemplare ihres Erfolgstitels „Girl You Know It's True“ wurden global abgesetzt. Robert „Rob“ Pilatus und Morvan wurde allerdings der im Jahr 1990 verliehene Grammy wieder entzogen. Dies geschah, nachdem öffentlich wurde, dass ihre Auftritte Playback waren und sie die Lippen zu den Stimmen anderer Künstler bewegten. Dieser Skandal wird als einer der bedeutendsten Täuschungsfälle in der Historie der Musik betrachtet.

Auch die wirklichen Sänger der Gruppe – Jodie und Linda Rocco, Brad Howell, John Davis und Charles Shaw – haben sich von der geplanten Performance in Washington distanziert. Dies taten sie mittels einer Veröffentlichung auf der Online-Plattform X. (dpa/red)

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