So wird der neue Berliner TatortFeinde lauern in allen Stockwerken

Rubin (Meret Becker) und Karow (Mark Waschke) in einer Notunterkunft für Menschen, die zwangsgeräumt wurden in einer Szene aus dem neuen Tatort.
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Berlin – Das Scheitern des Berliner Mietendeckels führte in den vergangenen Wochen zu bundesweiten Diskussionen und Debatten. Der neue Tatort „Die dritte Haut“ mit dem Berliner Ermittlerduo Rubin und Karow kommt also wie gerufen. Der niederländische Filmemacher Norbert ter Hall ergründet in seinem Tatort-Debüt den Kampf um Wohnraum in der Hauptstadt – und greift dabei sogar auf dokumentarische Stilmittel zu.
Alles beginnt mit dem Tod des Juniorchefs
Alles beginnt mit dem Tod von Cem Ceylan, dem Juniorchef einer Berliner Immobilienfirma, die in den vergangenen Monaten vor allem durch Zwangsräumungen im Kiez auf sich aufmerksam gemacht hat. Kein Wunder also, dass der Tote im wahrsten Sinne des Wortes Feinde auf allen Stockwerken hatte. Rubin und Karow ermitteln zu Zeiten von Covid-19 in dem Mietshaus im Wedding. Die beiden Kommissare werden mit dem Berliner Mietenwahnsinn und den existenziellen Sorgen und Ängsten konfrontiert.
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Direkt im Anschluss an jede Sendung am Sonntagabend folgt dann unsere „Tatort“-Kritik.
Mordmotive gibt es an jeder Ecke – auch in Ceylans familiärem Umfeld stoßen die beiden Kommissare auf Ungereimtheiten und Konflikte. Die Frage nach Gut und Böse lässt sich auch in diesem Tatort mal wieder nicht eindeutig beantworten. Dass dann auch noch das Techtelmechtel zwischen Rubin und Karow hier und da leichte Brüche bekommt, macht die Ermittlungsarbeit in dem Fall nur noch schwerer.
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Ein besonderes Augenmerk liegt bei der Inszenierung vor allem auf ungewohnten Zwischensequenzen, in denen Nobert ter Hall „echte“ Menschen aus Berlin ablichtet und mit kurzen eingeblendeten Zitaten die große Problematik des Berliner Wohnungsmarktes untermauert. Diese mutigen Einspieler sorgen zwar immer wieder für kleinere Handlungs-Brüche, fügen sich dennoch ordentlich in den Gesamtfilm ein.
Wer hinter dem Mord steckt, können Sie am kommenden Sonntag (6. Juni) um 20.15 Uhr in der ARD sehen.



