Ihr WM-Hit „54, 74, 90, 2006“ ist legendär. Doch die Sportfreunde Stiller haben mit dem Thema Fußball abgeschlossen.
Schluss mit Fußball-SongsSportfreunde Stiller spielen ihren berühmten WM-Hit kaum noch

Nach Angaben ihres Managements hat die Band zwei Millionen physische Tonträger verkauft, ohne Stream oder Download. (Archivbild)
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Mit ihrem Lied „54, 74, 90, 2006“ zur Fußball-WM 2006 feierte die Band einen gewaltigen Erfolg. Die Sportfreunde Stiller haben mit dem Fußballthema allerdings auf musikalischer Ebene abgeschlossen.
„Fußball ist immer ein Thema bei uns, wir sind einfach Fußball-Nerds und werden ihn immer lieben. Nur, was wir künstlerisch dazu gemacht haben, ist Geschichte“, erklärte Schlagzeuger Florian Weber in einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“. Er fügte hinzu: „Wobei – auf der letzten Platte haben wir Ibrahimović immerhin als Metapher reingenommen.“ Bei Zlatan Ibrahimović handelt es sich um einen ehemaligen schwedischen Fußball-Profi.
Bei den Sportfreunden Stiller handelt es sich um eine Rockgruppe aus Germering in Bayern, nahe München. Ihr 30-jähriges Bestehen feiert die Formation in diesem Jahr und ist unter dem Leitspruch „30 wunderbaren Jahren“ auf Konzertreise. Zur Zeit der WM 2006 in Deutschland erreichte das Trio eine Popularität, die beinahe an jene der Nationalmannschaft um Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger heranreichte.
Ihren bekanntesten Song spielt die Gruppe nur noch selten
Das Lied „54, 74, 90, 2006“ werde auf Konzerten mittlerweile selten gespielt, so Sänger und Gitarrist Peter Brugger gegenüber der Zeitung. Es fehle ihnen jedoch nicht. „Es wäre bitter, wenn es das einzige Lied wäre, das uns ausmacht. Aber wir sind nicht davon abhängig. Wir haben viele Lieder, die für die Leute eine viel tiefere Bedeutung haben.“
Tourplan überschneidet sich mit Fußball-WM
Die Band befindet sich aktuell auf Tournee, welche zeitgleich mit der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet. „Wir mussten feststellen, dass wir bei zwei Deutschlandspielen auf der Bühne stehen“, sagte Brugger. Der Spielplan des Turniers war bei der Planung der Konzerte noch nicht publiziert worden.
Folglich wurde kurzfristig umdisponiert, wie Weber schilderte: „Beim Spiel gegen die Elfenbeinküste haben wir reagiert: Wir spielen jetzt nicht um neun, sondern schon um acht. Da kommen wir genau zum Anstoß raus.“ (dpa/red)
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