TV-Klassiker wird 50Was „Tatort“-Fans in der beginnenden Jubiläums-Saison erwartet

Lesezeit 3 Minuten
Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) ermitteln in Wien.

Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) ermitteln in Wien.

  • Der „Tatort“ feiert Ende November seinen 50. Geburtstag. Was können die Fans erwarten?
  • Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Die Sommerzeit ist für „Tatort“-Fans eine echte Durststrecke, denn dann sendet die ARD nur Wiederholungen der Reihe. Zwar durften die Zuschauer in diesem Jahr ihre Wunschfolgen selbst wählen, doch neue Morde braucht das Land. Und deshalb geht es jetzt wieder los.

Die Ermittler aus Wien eröffnen am Sonntag mit „Pumpen“ die neue Saison. Und die ist eine besondere, denn der „Tatort“ feiert Ende November seinen 50. Geburtstag. Und auch wenn die Quoten zuletzt nicht mehr die ganz großen Rekorde vermeldeten, ist die Reihe, zumindest wenn es um Fiktionales geht, das letzte Lagerfeuer im deutschen Fernsehen. Wir geben Ihnen einen Ausblick auf die neue Saison.

Worum geht’s in dem Fall aus Wien?

In „Pumpen“ ermitteln Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) im Umfeld eines Fitnessstudios. Ein junger Mann, der dort regelmäßig trainierte, wurde von einem Zug überrollt. Ein Selbstmord war es nicht, denn er war sediert und an die Gleise gefesselt. Auffällig ist, dass der arbeitslose Mann einen teuren Sportwagen fuhr. Wie konnte er sich den leisten? Und was hat es mit den unzähligen Mailadressen auf sich, die die Ermittler auf seinem Computer finden? Sie vermuten, dass der Mann in den Handel mit illegalen Substanzen verwickelt war. Doch bald wird deutlich, dass dieser Fall größere Dimensionen hat als ursprünglich gedacht.

Die Krimis aus Wien zeichnen sich durch ihren wohldosierten Humor und häufig auch Sarkasmus aus. Das funktioniert in „Pumpen“ (Regie: Andreas Kopriva, Buch: Karin Lomot, Robert Buchschwenter) leider nicht so gut, aber Adele Neuhauser stellt einmal mehr unter Beweis, dass Bibi Fellner ein großartiger Charakter ist.

Wie feiert die ARD das Jubiläum?

Am 29. November feiert die Krimi-Reihe ihren 50. Geburtstag. In der erste Folge „Taxi nach Leipzig“ ermittelte Walter Richter als Kommissar Trimmel. Den runden Geburtstag feiert die ARD mit einer Doppelfolge, in der erstmals die Teams aus München und Dortmund gemeinsam ermitteln. Die Drehbücher für die Doppelfolge „In der Familie“ stammen von Bernd Lange.

Die Dreharbeiten zum ersten Teil (Regie: Pia Strietmann) fanden im November/Dezember 2019 unter der Regie von Dominik Graf in Dortmund und Köln statt. In München wurde der zweite Teil erst im Frühjahr dieses Jahres gedreht, was die Produktion aufgrund der Corona-Pandemie und einer Drehpause in Bedrängnis brachte. Doch Mitte Juli konnten die Dreharbeiten abgeschlossen werden, so dass die Jubiläumsfolge wie geplant gesendet werden kann.

Zum 50-jährigen Bestehen der Krimireihe zeigt der WDR zudem bis November alle 29 Schimanski-„Tatorte“.

Welche neuen Ermittler gibt es?

Mit „Der Elefant im Raum“ verabschiedet sich das bisherige Schweizer Team nach 17 gemeinsamen Fällen: Stefan Gubser löste als Reto Flückiger zuerst am Bodensee und später in Luzern 20 Kriminalfälle, Delia Mayer stieß 2011 in Luzern als Liz Ritschard hinzu. Die Schauspielerinnen Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler sind das neue „Tatort“-Duo aus der Schweiz. Als Ermittlerinnen Isabelle Grandjean und Tessa Ott sind sie am 18. Oktober mit dem Fall „Züri brännt“ zu sehen. Auch in Bremen gibt es ein neues Team. Die Dreharbeiten für den ersten Fall „Neugeboren“ sind für Herbst geplant. Im Fernsehen laufen soll er 2021. Jasna Fritzi Bauer, Luise Wolfram und Dar Salim lösen künftig in Bremen die Fälle.

Was machen die Kölner „Tatort“-Kommissare?

Die Ermittler Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) waren 2020 schon drei Mal zu sehen, deshalb wird ihr nächster Auftritt erst 2021 sein. Am vergangenen Mittwoch starteten die Dreharbeiten für den neuen Fall „Der Reiz des Bösen“. Das Opfer darin ist eine Frau, die mit einem Gewalttäter verheiratet war. Das Drehbuch stammt von den zweifachen Grimme-Preisträgern Arne Nolting und Jan Martin Scharf, der auch selbst Regie führt.

Nachtmodus
KStA abonnieren