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TV-TippSchöner durch Gift

2 min

Das Nervengift als Faltenkiller: Vor allem Frauen unterziehen sich einer Botox-Behandlung.

Normalerweise ist es so, dass man auf älteren Fotos jünger aussieht. An und sich eine nachvollziehbare Angelegenheit, die aber immer mehr Menschen nicht akzeptieren wollen. Diese Menschen, seien es nun Normalbürger oder solche, die in unterschiedlichsten Funktionen im Fokus der Öffentlichkeit stehen, kommen nicht damit klar, dass Älterwerden auch mit Falten zu tun hat und lassen sich ihre Haut künstlich straffen.

Botulinumtoxin – besser bekannt als Botox – ist das tödlichste Gift der Welt, eine Million Mal stärker als Arsen. „Botox – Ein Gift macht Karriere“ (3Sat, 22.25 Uhr) heißt die Doku, die zu ergründen versucht, warum immer mehr Menschen das Nervengift als Faltenkiller einsetzen, um so eine vermeintliche Harmonie zwischen ihrer äußeren Hülle und ihrem Seelenleben herzustellen.

Weltweit werden mit Botox Milliarden umgesetzt, längst bieten Hautärzte „Botox to go“ für die schnelle Hautstraffung in der Mittagspause an, und die Botox-Ambulanz in der Düsseldorfer Uni ist die größte ihrer Art. Warum aber ist Faltenlosigkeit in unserer Gesellschaft überhaupt so attraktiv? Welche Nebenwirkungen und Langzeitfolgen hat Botox? Und welche Rolle spielt das Nervengift fernab der Schönheitsindustrie, zum Beispiel für die Entwicklung neuer Medikamente?

Die Autorin Antje Christ sucht Antworten auf diese Fragen in den USA, in Frankreich, Italien und Deutschland und lässt drei Frauen erzählen, die sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Botox gemacht haben.

Als Vorbereitung auf die sehenswerte Doku empfehlen wir übrigens eine Bildersuche im Netz; vergleichen Sie ruhig mal alte Fotos von Simone Thomalla, Nicole Kidman, Harald Glööckler (der sich immerhin als Botox-Junkie geoutet hat) und Andrea Sawatzki mit solchen neueren Datums.