Leserbriefe zu Philharmonie-BesuchernVerkehr am Dom: „Ein Trauerspiel, für das es keinerlei Berechtigung gibt“

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Das Foto zeigt den Eingangsbereich der Kölner Philharmonie.

Für die An- und Abreise mit dem Auto müssen Besucher der Philharmonie infolge der neuen Verkehrsführung an Dom und Rheinufer viel Zeit einplanen.

Das neue Verkehrskonzept rund um den Kölner Domsockel führt zu Staus, unter denen auch Philharmonie-Besucher leiden. 

Stau-Chaos ärgert Konzertbesucher – Veranstalter für Konzerte in der Philharmonie wirft der Stadt geschäftsschädigendes Verhalten vor – Kommune räumt Probleme ein (1.6.)

Neue Verkehrsführung am Dom erschwert Philharmonie-Besuch

Auch wir als langjährige Philharmonie-Besucher ärgern uns sehr über diese Verkehrsführung. Das Parken in der Brückenstraße mit anschließendem Fußmarsch oder die Benutzung von Bus und Bahn sind derzeit die besseren Alternativen zum Parken in den nahe gelegenen Parkhäusern. Ich kenne diverse – ebenfalls nicht mehr junge – Musikliebhaber, denen der Konzertbesuch jetzt einfach zu kompliziert ist und die folglich auf den Kartenkauf verzichten.

Zudem habe ich unlängst Ortsfremde, die extra zu einem Konzert angereist waren, nach dem Konzert zur U-Bahn am Rudolfplatz geleitet, da für sie und mich kein Taxi erscheinen wollte und im Dunkeln die Orientierung praktisch unmöglich war. Die Taxis vom Bahnhof haben nämlich nach eigener Aussage wenig Lust, sich zur Philharmonie durchzuschlängeln. Sollte das nicht zu einer baldigen Änderung führen? Den „Verkehrsfluss bei Veranstaltungen“, für dessen Messung jetzt ein Ingenieurbüro beauftragt wird, kann man auch ohne „genaue Untersuchung“ feststellen. Barbara Schuster Köln

Philharmonie gut mit U- und S-Bahn erreichbar

Ein Konzertveranstalter klagt über fünf Kündigungen. Tatsächlich, von wie vielen Abos insgesamt? Für alle, die es nicht wissen: Direkt neben der Philharmonie liegt der Kölner Hauptbahnhof. Die Philharmonie ist mit zahlreichen Nahverkehrszügen sowie mit U- und S-Bahnen erreichbar. Birgit Bossbach Köln

Kölner Philharmonie: Regelmäßig Verkehrsschlangen vor Konzertbeginn

„Kultur- und Weltstadt Köln?“, rief mir ein Autofahrer zu, der gemeinsam mit mir in der Autoschlange stand, die sich kaum bewegte. Wir waren beide auf dem Weg zum Parkhaus der Philharmonie. Seit der Sperrung der Komödienstraße wiederholt sich diese Situation fast jeden Tag schon eine Stunde vor Konzertbeginn. Ich bitte die Verantwortlichen für diese Verkehrssituation rund um die Komödienstraße, doch einmal selbst zur Konzertzeit auszuprobieren, welches Nadelöhr durch die Verkehrsregelungen zugunsten einer kaum benutzten Fahrradstraße geschaffen wurde. 

Sowohl das Parkhaus Philharmonie und das Dom-Parkhaus sind nur durch den Engpass über die Rheinuferstraße zu erreichen. Es sei denn, man fährt, wie offensichtlich gewünscht, mit dem Fahrrad – aber selbst dafür fehlen Abstellplätze. Peter Bach Köln

Frust über neue Verkehrsführung am Dom

Wen wundert es, dass der Frust über die Verkehrsänderung an dieser brisanten Stelle groß ist? Insgesamt wurden bisher unter anderem drei Parkhäuser darüber angefahren. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum aus einer zweispurigen Straße eine Fahrradstraße gemacht wurde; jeder hätte Verständnis gehabt, wenn eine Fahrbahn für die Autos bliebe und die andere für die Fahrräder. Ich weiß nicht, was dies für eine Denkweise bei denen war, die den Beschluss gefasst haben. Reiner Aktionismus oder Ignoranz für andere Verkehrsteilnehmer? Nach dem Motto: Wir werden die schon zwingen, aufs Auto zu verzichten. Christian Dietze Hürth

Neues Verkehrskonzept am Dom: Fahrradstraße kaum frequentiert

Die Verkehrssituation rund um den Dom ist ein Trauerspiel, für das es keinerlei Berechtigung gibt. Als Mitarbeiter der Deutschen Bahn nutze ich regelmäßig den Parkplatz neben dem Musical Dome. Vor Beginn und unmittelbar nach der Musicalvorstellung kommt es häufig zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Wenn mich keiner der Parkhausnutzer bei der Ausfahrt vorlässt, warte ich mitunter bis zu 30 Minuten, bis ich die Unterführung Trankgasse erreicht habe. Dort reihe ich mich wieder in den Stau ein und es dauert bis zu einer Stunde, um etwa den einen Kilometer bis zur Nord-Süd-Fahrt zurückzulegen. Eins sehe ich in dieser Zeit nie: Fahrradfahrer, die an mir vorbeifahren, um die so wichtige Fahrradstraße zu nutzen. Roland Böhme Pulheim

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