In der belgischen Hafenstadt Antwerpen ist in einem zehnstöckigen Wohnhaus ein Feuer ausgebrochen.
FeuerkatastropheMindestens sechs Tote bei Brand in Mehrfamilienhaus in Antwerpen

Feuerwehrleute sind am 1. Juli am Brandort eines Wohnhauses in der August-Vermeylenlaan in Antwerpen im Einsatz.
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Bei einem Brand in einem mehrstöckigen Wohngebäude im belgischen Antwerpen sind am Mittwoch mehrere Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere wurden schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Laut „The Brussels Times“ starben mindestens fünf Menschen, „vrt News“ schreibt von sechs Todesopfern. Das Feuer war am frühen Mittwochnachmittag noch nicht unter Kontrolle.
Die Feuerwehr sucht Berichten des belgischen Fernsehsenders VRT zufolge noch nach weiteren Opfern. In dem Gebäude wohnen demnach mehr als 200 Menschen, zahlreiche wurden mit Rauchvergiftungen aus dem Haus gebracht. Aufnahmen des Fernsehsenders zeigten schwarze Rauchwolken auf den Balkonen des Gebäudes. Die evakuierten Bewohner, die nicht verletzt wurden, sind in einem nahegelegenen Pflegeheim untergebracht.
Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ging um kurz vor 10 Uhr der Notruf ein, dass in einem Haus in der August Vermeylen-Straße im Stadtteil Linkeroever ein Feuer ausgebrochen sei. Entgegen ersten Berichten lag der Brandherd im Erdgeschoss und nicht im achten Stock. Die Ursache war auch am Nachmittag noch unklar. Zum Zeitpunkt des Brandes liefen angeblich Arbeiten am Stromnetz des Wohnblocks.
Die Feuerwehr sprach von einem „komplexen Brand“ mit schlechter Sicht und starker Rauchentwicklung. Zehn Löschfahrzeuge seien im Einsatz, ebenso waren Rettungsdienste aus anderen Regionen Belgiens zur Unterstützung vor Ort.
Die Einsatzkräfte forderten Anwohnerinnen und Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und auch Klimaanlagen auszuschalten. Die Rauchsäule war schon von weitem sichtbar.
Gegen Mittag traf die Antwerpener Bürgermeisterin Els van Doesburg am Brandort ein, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Belgiens Regierungschef Bart De Wever dankte Feuerwehrleuten und Rettungsdiensten. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und den evakuierten Bewohnern“, erklärte er im Onlinedienst X. (cme, mit afp)
