Das Unglück hat sich am Montag in der Nähe des Augustusplatzes ereignet. Der Täter soll psychisch auffällig sein.
Täter ist gefasstAuto fährt in Leipziger Fußgängerzone – zwei Tote und mehrere Verletzte

Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Augustusplatzes. Ein Kriseninterventionsteam ist vor Ort.
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Ein Autofahrer ist am Montagnachmittag (4. Mai) in der Leipziger Innenstadt in eine Menschenmenge gefahren. Laut Polizei bog das Fahrzeug am Augustusplatz auf Höhe der Grimmaischen Straße in die Fußgängerzone ein.
Nach ersten Erkenntnissen starben bei dem Unglück zwei Menschen, etwa 20 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der verantwortliche Autofahrer konnte gefasst werden. Zu seiner Motivation und zu den Umständen gibt es bislang keine gesicherten Informationen.
Laut Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) handelt es sich bei dem Verdächtigen aber um einen jungen Mann, „psychisch auffällig, deutscher Staatsbürger“. Das sagte Kretschmer am Rande eines Bürgerdialogs in Meißen. Wenig später schrieb er auf der Nachrichtenplattform X von einer „mutmaßlichen Amokfahrt“.
Geschäfte geschlossen – keine Gefährdungslage
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte am Nachmittag vor Medienvertretern: „Man ist erschüttert. Ich kann mich derzeit nur solidarisch mit den Angehörigen der Opfer zeigen.“ Es gebe aber keine Gefährdungslage mehr, die Menschen sollten nach Hause gehen.
Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen grauen VW. Bilder zeigen einen Wagen mit zersplitterter Windschutzscheibe, die Kühlerhaube ist deformiert. Er wurde offenbar von den ausfahrbaren Stahlpollern gestoppt.
Die Grimmaische Straße wurde zwischen Augustusplatz und Ritterstraße abgesperrt, die umliegenden Geschäfte geschlossen. Mehr als ein Dutzend Krankenwagen waren im Einsatz, dazu zwei Hubschrauber, rund 80 Rettungskräfte kümmern sich um Verletzte. Auch Mitarbeiter von Kriseninterventionsteams waren vor Ort, um Betroffene zu betreuen. (RND)
