Ein pakistanisches Frachtflugzeug mit fünf Menschen an Bord wird vermisst. Die Crew hatte kurz zuvor Navigationsprobleme gemeldet.
Suchaktion läuftBoeing 737 plötzlich spurlos über dem Arabischen Meer verschwunden

Ein Frachtflugzeug des Typs Boeing 737-400 der K2 Airways ist verschwunden.
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Eine Frachtmaschine des Typs Boeing 737-400 der pakistanischen Fluggesellschaft K2 Airways ist am Dienstagabend (7. Juli) plötzlich über dem Arabischen Meer vom Radar verschwunden. An Bord befanden sich ersten Angaben zufolge fünf Besatzungsmitglieder.
Die pakistanischen Behörden haben umgehend eine großangelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet. Bisher fehlt von der Maschine jede Spur.
Boeing 737 verschwindet plötzlich über dem Arabischen Meer
Die Boeing mit dem Kennzeichen AP-BOI und der Flugnummer 5K1732 war am 7. Juli in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten gestartet und befand sich auf dem Weg nach Karachi im Süden Pakistans. Etwa 155 Seemeilen (rund 290 Kilometer) westlich der pakistanischen Hafenstadt brach der Funkkontakt plötzlich ab.
Laut Angaben der Pakistan Airports Authority meldete die Crew zunächst eine Störung des Navigationssystems. Die Flugsicherung versuchte, das Flugzeug zu leiten, doch kurz darauf kam es zu einem dramatischen Zwischenfall.
Boeing-Frachtmaschine über Arabischem Meer vermisst
Die Flugverfolgungsdaten zeigen einen rapiden Höhenverlust: Die Maschine sank innerhalb weniger Minuten von einer Reiseflughöhe von über 10.000 Metern deutlich ab, änderte den Kurs und stieg anschließend kurzzeitig wieder an.
Danach folgte ein zweiter, noch drastischerer Sinkflug. Gegen 21:21 Uhr Ortszeit in Pakistan gingen sowohl der Radarkontakt als auch die Funkverbindung verloren.
Vermisste Boeing 737 wurde 1999 ausgeliefert
K2 Airways ist eine vergleichsweise junge, private Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Karachi. Sie wurde 2018 gegründet und nahm Ende 2024 den Flugbetrieb auf. Die Boeing 737-400 BDSF ist derzeit das einzige Flugzeug der Flotte. Die Maschine mit dem Baujahr 1999 wurde ursprünglich als Passagierjet an Aeroflot ausgeliefert, flog später für Garuda Indonesia und wurde 2022 zum Frachter umgebaut.
Laut dem Flugverkehrsportal „Flightradar24“ kommt es in der Region südlich von Karachi immer wieder zu Störungen bei der Positionsübertragung durch GPS-Störsender. Die Maschine war kurz nach dem Start davon betroffen, konnte die Übertragung jedoch zunächst wieder aufnehmen, bevor sie endgültig abbrach.
Ob technische Probleme, externe Einflüsse oder andere Faktoren eine Rolle spielten, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen laufen.
Die von den pakistanischen Behörden koordinierte Suchaktion umfasst maritime Einheiten. Bislang gibt es keine Hinweise auf Wrackteile oder Überlebende. Experten betonen, dass das Arabische Meer in diesem Gebiet teils beträchtliche Tiefen aufweist. Das könnte die Bergung im Falle eines Absturzes erschweren. (mbr)
