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Aussichtspunkt auf 65 MeternDrei Menschen nach Sturz vom Harzturm gestorben

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Blick auf den Harzturm.

Drei Menschen sind nach einem Sturz vom 65 Meter hohen Harzturm in Altenau gestorben.

Drei Menschen sterben nach einem Sturz von einem 65 Meter hohen Aussichtsturm im Harz. Was bislang bekannt ist.

Drei Menschen sind am Donnerstag (16. Juli 2026) bei einem Sturz von einem Aussichtsturm im Harz gestorben. Für sie kam jede Hilfe zu spät, wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte. Zuerst hatte die „Goslarsche Zeitung“ berichtet.

Zahlreiche Rettungskräfte und Polizisten waren vor Ort. Die Feuerwehr wurde gegen 16.45 Uhr alarmiert. Sie sperrte die Einsatzstelle ab und errichtete Sichtschutzwände. Auch das Kriseninterventionsteam des Landkreises war im Einsatz.

Gebiet rund um den Harzturm abgesperrt

Der Sturz hatte nach Angaben der Polizei einen suizidalen Hintergrund. Zwei Erwachsene und ein Kind kamen ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Demnach handelte es sich um eine Familie. Laut Polizei lag kein technischer Defekt am Turm vor.

Der Harzturm ist ein 65 Meter hoher Aussichtsturm im Oberharz. Nach Betreiberangaben ist er der höchste deutsche Aussichtsturm in Holz-Stahl-Konstruktion. Der rund zehn Millionen Euro teure Bau, den Land und Bund mit etwa 1,4 Millionen Euro förderten, bietet zwei Aussichtsplattformen und einen „Skywalk“ mit Glasboden in 45 Metern Höhe.

Der Aufstieg ist zu Fuß über Treppen und per Fahrstuhl möglich, hinunter geht es unter anderem über eine 110 Meter lange Rutsche. Im Gebäude befinden sich zudem ein Restaurant und ein Souvenirshop.

Die Fertigstellung hatte sich mehrfach verschoben – nach Angaben der Betreiber wegen der Corona-Pandemie, des Kriegs gegen die Ukraine und der Energiekrise.

Der erste Spatenstich war im Mai 2021, offiziell eingeweiht wurde der Turm am 1. November 2024 durch Niedersachsens damaligen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Vollständig nutzbar waren alle Bereiche erst später. (dpa)


Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Wenn Sie sich nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen können oder möchten – hier finden Sie anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Samstag nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de.

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de