Fünf Menschen sterben durch Schüsse in einer Jugendeinrichtung, eine sechste Person erliegt im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Mutter-Kind-EinrichtungJetzt sechs Tote nach Schüssen in Stade – Verdächtiger festgenommen

Einsatzkräfte und die Spurensicherung stehen auf einer Straße in Stade. Hier sind fünf Menschen durch Schüsse gestorben.
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Im niedersächsischen Stade sind am Montag (29. Juni) durch Schüsse in einer Jugendhilfeeinrichtung fünf Menschen getötet worden. Ein sechster Mensch ist im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Schütze wurden festgenommen.
Weitere Einzelheiten des Geschehens waren zunächst unklar. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Tatablauf dauern an“, teilten die Beamten mit. Für die Bevölkerung bestehe keinerlei Gefahr. Bei der betroffenen Jugendhilfeeinrichtung sind Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht.
„Tötungsdelikt in einer Jugendhilfeeinrichtung“
Die Polizei sprach unter Berufung auf erste Ermittlungserkenntnisse von einem „Tötungsdelikt in einer Jugendhilfeeinrichtung“. Zwei weitere Personen befinden sich derzeit in polizeilichen Maßnahmen. Ob sie an der Tat beteiligt waren, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Verdächtigen seien im Zuge sofort eingeleiteter Fahndungs- und Einsatzmaßnahmen festgenommen worden, hieß es weiter. Details zur Identität wurden nicht genannt. Auch eine genauere Zahl der Verletzten ist nicht bekannt. Es soll sich bei den Getöteten um Erwachsene handeln.
Zuvor hatte die Polizei berichtet, dass es in der Dankersstraße in Stade zu einer „großen polizeilichen Einsatzlage“ komme. Die Menschen wurden aufgerufen, den betroffenen Bereich zu verlassen und weiträumig zu meiden. Stade ist eine Kreisstadt im nördlichen Niedersachsen unweit von Hamburg und der Elbe. Sie hat knapp 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner. (afp)