Zwei Menschen tötete ein 19-Jähriger an einer Schule nahe Berlin. Der Fußballverein eines erstochenen Erziehers steht unter Schock.
Torwart „Perle“ eilte zur HilfeEntsetzen nach Femizid an Schule – Fußballverein trauert um Kita-Erzieher

Blumen und Kerzen liegen vor einer Schule im Landkreis Oder-Spree. Dort wurden eine 18-jährige Schülerin und ein 30-jähriger Kita-Erzieher getötet.
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Nach dem tödlichen Angriff an einer Schule nahe Berlin hat die Polizei weitere Angaben zu den beiden Toten gemacht. Eines der Opfer soll demnach ein 30 Jahre alter Kita-Erzieher gewesen sein. Die Kita ist auf demselben Gelände wie eine Grund- und eine Oberschule.
Bei dem mutmaßlichen Femizid in Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder-Spree waren am Donnerstag eine Frau und ein Mann getötet worden. Ein 19 Jahre alter Deutscher gilt als Tatverdächtiger, er wurde vorläufig festgenommen und ist in Polizeigewahrsam. Ihm wird zweifacher Mord vorgeworfen. Bei der Tatwaffe soll es sich um ein Messer handeln.
Polizei bestätigt Beziehungstat
Bei der Frau soll es sich laut Medienberichten um die Ex-Freundin des Tatverdächtigen handeln. Die Polizei bestätigte eine Beziehungstat und das Alter der 18‑Jährigen. Nach Angaben des „Tagesspiegel“ soll es sich um eine Schülerin der Sekundarschule gehandelt haben.

Polizisten stehen vor der Schule nahe Berlin.
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Beim Brandenburger Fußballverein SG Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen herrscht unterdessen Trauer. „Mit großer Trauer und noch immer in Schockstarre müssen wir Euch mitteilen, dass unser Philipp ‚Perle‘ Perl bei der furchtbaren Gewalttat an einer Privatschule in Gosen-Neu Zittau ums Leben gekommen ist“, schrieb der Verein am Freitag (28. August) im sozialen Netzwerk Facebook.
Fußballverein in Trauer: „Ein herzensguter Mensch“
„Perle war Torwart unserer ersten Männermannschaft und über viele Jahre engagierter Torwarttrainer unseres Vereins. Er hat zahlreiche junge Torhüterinnen und Torhüter begleitet, gefördert und ihnen mit seiner Geduld, Erfahrung und Leidenschaft nicht nur das Torwartspiel, sondern auch Zusammenhalt und Vertrauen vermittelt“, hieß es weiter.
Perl sei „weit mehr als ein Trainer und Spieler“ gewesen, betonte der Klub. „Er war ein treuer Weggefährte, ein herzensguter Mensch und ein wichtiger Teil unserer Vereinsfamilie“, erklärte die SG Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen. „Sein Tod hinterlässt eine Lücke, die nur schwer in Worte zu fassen ist.“
Kita-Erzieher schritt während Angriff auf Schülerin ein
Um dem getöteten Mitspieler zu gedenken, lädt die SG Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen am Sonntag (30. August) um 15 Uhr zu einer Gedenkstunde ein.
Der 30-Jährige kam ums Leben, als er einschreiten wollte, als der Täter auf die 18-Jährige einstach. An der Schule trauerten am Donnerstag und Freitag zahlreiche Menschen um die Todesopfer, Blumen und Kerzen wurden niedergelegt. Die Tat ereignete sich auf einem Schulcampus des privaten Trägers Docemus. Am Freitag fand kein regulärer Unterricht statt. (das/dpa)
